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Trump erneuert Kritik an Deutschland im Iran-Krieg
Weil Deutschland sich nicht an Kampfhandlungen gegen den Iran beteiligen will, zeigt sich Trump empört. Die Nato bezeichnet er als „Papiertiger“.
Trump erneuert Kritik an Deutschland im Iran-Krieg
Foto: Evan Vucci/REUTERS
vor 10 Stunden

Im Zusammenhang mit dem US-israelischen Angriffskrieg gegen den Iran hat US-Präsident Donald Trump seine Kritik an Deutschland erneuert. Nach dem Zweiten Weltkrieg hätten die USA das zerstörte Land unterstützt, sagte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz in Washington. „Wir haben Deutschland wieder aufgebaut“, sagte er. Und nun sage die Bundesregierung, es sei nicht ihr Krieg und sie habe damit nichts zu tun.

Der US-Präsident bekräftigte zudem seine Kritik an der Haltung der Nato-Verbündeten insgesamt. „Die Nato ist ein Papiertiger“, sagte Trump. Er habe die Partnerländer gebeten, bei der Öffnung der Straße von Hormus zu helfen, aber sie hätten unisono gesagt: „Nein, nein nein, (wir) helfen nicht.“

Trump verwies auf das bevorstehende Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte, der am Mittwoch in Washington erwartet wird. Das Zerwürfnis mit der Nato habe bereits mit Grönland angefangen. „Wir wollen Grönland. Sie wollen es uns nicht geben, und ich habe gesagt: Auf Wiedersehen“, sagte Trump zum Abschluss seiner Pressekonferenz.

Trump und sein Außenminister Marco Rubio hatten zuletzt angekündigt, die Nato-Mitgliedschaft der USA nach dem Ende des US-israelischen Angriffskrieges gegen den Iran überdenken zu wollen. Dies hatte bei Bündnispartnern wie Deutschland und Frankreich für Irritationen gesorgt.

Seit Beginn des völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran Ende Februar haben die iranischen Streitkräfte die Straße von Hormus für die USA, Israel und ihre Verbündeten gesperrt. Handelsschiffe anderer Länder dürfen die Straße passieren. Aufgrund des Krieges ist die Durchfahrt allerdings riskant. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran wird von iranischer Seite kontrolliert. Normalerweise erfolgt dort rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports. Die Situation in der Straße von Hormus und die iranischen Gegenschläge auf Öl- und Gasanlagen in der Golfregion ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.

US-israelischer Angriffskrieg gegen den Iran

Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.

Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums töteten Israel und die USA bisher mindestens 2.076 Menschen im Iran. Mehr als 26.500 Menschen wurden demnach verletzt.

Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 183 Tote und Tausende Verletzte.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen