Die syrischen Behörden haben nach eigenen Angaben einen ehemaligen General festgenommen, der unter dem gestürzten Machthaber Baschar al-Assad gedient hatte. Der ehemalige Generalmajor Ahmed Mohammad Ismail sei „direkt an der Führung militärischer Angriffe auf die Städte Aleppo und Daraa sowie auf Ost-Ghuta beteiligt“ gewesen, teilten syrische Sicherheitskräfte am Samstag mit. Ost-Ghuta nahe der Hauptstadt Damaskus war bis 2018 eine Hochburg der Widerstandskämpfer im syrischen Bürgerkrieg gewesen.
Während des syrischen Bürgerkriegs von 2011 bis 2024 waren mehr als eine halbe Million Menschen getötet worden. Dabei beschossen Assads Truppen immer wieder von den Widerständischen gehaltene Gebiete. Ost-Ghuta war im Jahr 2013 Schauplatz eines schweren Chemiewaffenangriffs des Assad-Regimes. US-Geheimdienstangaben zufolge wurden dabei mehr als 1000 Menschen durch das Nervengift Sarin getötet.
Kämpfer unter Führung der Rebellengruppe Hajat Tahrir al-Scham (HTS) hatten am 8. Dezember 2024 Damaskus vom Assad-Regime befreit. Assad, der Syrien jahrelang mit eiserner Hand regiert und in einen fast 14 Jahre dauernden Bürgerkrieg gestürzt hatte, floh daraufhin nach Russland. Der neue syrische Präsident Ahmed al-Scharaa bemüht sich seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 um Reformen und wirtschaftlichen Aufschwung.























