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„Viva Palestina“ vor dem Auswärtigen Amt: Aktivisten setzen Zeichen gegen Gaza-Blockade
Vor dem Auswärtigen Amt in Berlin entlädt sich der Protest gegen die Blockade Gazas – mit Farbe, Parolen und Festnahmen.
„Viva Palestina“ vor dem Auswärtigen Amt: Aktivisten setzen Zeichen gegen Gaza-Blockade
„Viva Palestina“ vor dem Auswärtigen Amt: Aktivisten setzen Zeichen gegen Gaza-Blockade / Foto: dpa / DPA

Nach einer mutmaßlich propalästinensischen Farbattacke am Auswärtigen Amt in Berlin-Mitte meldet die Polizei fünf Festnahmen. Zwei Frauen hätten die Fassade des Ministeriums mit roter Farbe übergossen, sagte ein Polizeisprecher in einem Video auf der Plattform X. Eine weitere Frau und ein Mann hätten einen Schriftzug auf dem Boden hinterlassen. Alle vier seien von der Bundespolizei festgenommen worden. Der Fünfte sei ein Passant, der die Polizei habe stören wollen und einem Beamten die Hand weggeschlagen habe. Der Einsatz begann demnach um 13.15 Uhr.

Reporter der Deutschen Presse-Agentur filmten auf dem Platz gegenüber vom Auswärtigen Amt eine aufgebrachte Menschenmenge und Polizisten, die mehrere Demonstranten wegtrugen. Die Demonstranten schrien „Shame on you“ (in etwa: Schämt euch) und Parolen wie „Ganz Berlin hasst die Polizei“. Auch „Viva Palestina“ und „Intifada Revolution“ wurde skandiert.

Israelische Kriegsboote enterten ab Mittwochabend die Boote der Gaza-Hilfsmission „Global Sumud Flotilla“. Laut den Organisatoren stürmten oder stoppten israelische Besatzungstruppen mindestens 40 von 42 Booten und verschleppten bisher mindestens 317 Aktivisten. Darunter sind mindestens 38 türkische Staatsbürger, wie offizielle Quellen bestätigten. Die Generalanwaltschaft Istanbul leitete deswegen Ermittlungen ein.

Israel hatte zuvor betont, ein Anlegen der Boote im Gazastreifen nicht zu erlauben. Bereits im Juni und Juli hatte Israel zwei Versuche von Aktivisten behindert, Hilfsgüter auf dem Seeweg in den Gazastreifen zu bringen. Die israelische Armee stürmte die beteiligten Boote auf internationalen Gewässern, verschleppte die Besatzung und verwies sie des Landes.

Die Gaza-Hilfsflotte ist aus einer zivilen Initiative hervorgegangen. Die Friedensaktivisten wollen den völkerrechtswidrigen Belagerungsring Israels auf See friedlich durchbrechen und Hilfsgüter an die notleidenden Menschen bringen.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen