Israels umstrittene Anerkennung der Staatlichkeit von Somaliland hat die Huthis zu einer deutlichen Warnung veranlasst: Jede israelische Präsenz in der von Somalia abtrünnigen Region am Golf von Aden würde von den jemenitischen Rebellen als „militärisches Ziel für unsere Streitkräfte“ betrachtet, erklärte deren Anführer Abdulmalik al-Huthi laut Huthi-Medien am Sonntag. Eine israelische Präsenz in Somaliland wäre eine „Aggression gegen Somalia und den Jemen und eine Bedrohung für die Sicherheit der Region“, hieß es weiter.
Somaliland liegt an der nordwestlichen Spitze Somalias am Eingang zum Roten Meer und gegenüber des Jemen. Dort kontrolliert die Huthi-Miliz einen Großteil des Landes. Die Huthis sind mit der Hisbollah-Miliz im Libanon und der palästinensischen Widerstandsorganisation Hamas im Gazastreifen verbündet.
Seit Beginn des israelischen Vernichtungskrieges in Gaza im Oktober 2023 unterstützt die schiitische Huthi-Miliz im Jemen den Widerstandskampf der Palästinenser. Neben einer Blockade gegen die mit Israel verbundene Schifffahrt wurden auch israelische Ziele mit Drohnen und Raketen ins Visier genommen. Israel und verbündete Staaten wie die USA griffen ihrerseits immer wieder Orte im Jemen an. Seit Beginn einer Waffenruhe im Gazastreifen am 10. Oktober haben die Huthis keine Angriffe auf Israel oder auf Schiffe mehr für sich reklamiert.
Die zum ostafrikanischen Somalia gehörende autonome Region Somaliland hatte sich 1991 nach Beginn des Bürgerkriegs für unabhängig erklärt. Von der Regierung in Mogadischu und auch international wird der Schritt jedoch nicht anerkannt. In einem international umstrittenen Schritt akzeptierte Israel am Freitag als erstes Land der Welt den Staat Somaliland.























