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Istanbul: Gaza-Aktivisten berichten von Misshandlungen durch Israel
Kein Trinkwasser und Einschüchterung mit Hunden: Nach ihrer Verschleppung durch Israel sind mehrere Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte in Istanbul angekommen. Ihre Berichte über Misshandlungen durch israelische Kräfte zeichnen ein erschütterndes Bild.
Istanbul: Gaza-Aktivisten berichten von Misshandlungen durch Israel
Istanbul: Gaza-Aktivisten berichten von Misshandlungen durch Israel / Foto: AA / AA

Nach Israels Kaperung der Gaza-Hilfsflotte „Global Sumud Flotilla“ in internationalen Gewässern ist am Samstag eine Maschine mit zahlreichen verschleppten Aktivisten an Bord am Istanbuler Flughafen gelandet. Empfangen wurden die Aktivisten von einer großen Menschenmenge und Vertretern der türkischen Regierung. 

Gleichzeitig lobte der türkische Außenminister Hakan Fidan in einem TRT-Interview den Mut und die Entschlossenheit der Aktivisten und betonte die Bemühungen seines Landes, die restlichen in Israel festgehaltenen türkischen Staatsbürger schnell zurückzubringen.

Die mehr als 130 befreiten Aktivisten stammen aus verschiedenen Ländern. Bei ihrem Empfang in Istanbul berichteten viele von ihnen gegenüber Journalisten, sie seien während ihrer Festhaltung durch israelische Behörden misshandelt worden. Demnach wurden ihnen drei Tage lang sauberes Trinkwasser und die Möglichkeit zum Beten verweigert.

Ein Aktivist erklärte gegenüber TRT World, die Gruppe sei ständig von israelischen Kräften beleidigt worden. „Wir haben auf diese Weise besser verstanden, was die Palästinenser in Gaza erleiden müssen. Es passt zu dem, was Israel schon immer getan hat“, sagte er.

Italienischer Aktivist: Israel „wirklich barbarischer Ort“

Der italienische Journalist Lorenzo Agostino berichtete, er habe sich „an einem wirklich barbarischen Ort“ gefühlt, als er nach Israels Entern der Boote in internationalen Gewässern illegal festgehalten wurde. Bei seiner Ankunft in Istanbul erklärte er gegenüber der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu, er sei zusammen mit weiteren Aktivisten unter erniedrigenden Bedingungen von Israel festgehalten worden. „An Land haben sie sich wie eine Terrorgruppe verhalten. Menschen wurden getreten, uns fehlte über zwei Tage lang Trinkwasser, und jede Gelegenheit wurde genutzt, um uns zu erniedrigen“, so Agostino.

Ein türkischer Aktivist erklärte: „Wir haben Israels unmenschliche Blockade durchbrochen und gezeigt, wie tyrannisch Israel ist.“

Der französische Aktivist Yassine Benjelloun berichtete ebenfalls über eine grausame Behandlung durch israelische Kräfte. Israelische Soldaten hätten ihnen über 30 Stunden kein Trinkwasser gegeben, kranken Personen Medikamente verwehrt und sie nachts mit Hunden und Scharfschützen geweckt, um ihnen den Schlaf zu rauben. „Wenn sie so mit uns umgehen, kann man sich nur vorstellen, was sie den Palästinensern antun“, sagte Benjelloun und dankte Türkiye für die sichere Rückkehr.

QUELLE:TRT Deutsch