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Studie zu Iran-Krieg: USA brauchen Jahre zum Ersatz von Waffen
Der Angriffskrieg gegen den Iran brachte den USA nicht den erhofften Erfolg, hat jedoch die eigenen Waffenbestände spürbar belastet. Einer Studie zufolge könnte der Wiederaufbau dieser Arsenale noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen.
Studie zu Iran-Krieg: USA brauchen Jahre zum Ersatz von Waffen
Studie zu Iran-Krieg: USA brauchen Jahre zum Ersatz von Waffen / Foto: ChiangYing-ying/AP/dpa

Die USA werden einer Studie zufolge mindestens drei Jahre brauchen, um die bei Angriffen auf den Iran am stärksten eingesetzten Waffensysteme zu ersetzen. Das gelte sowohl für Tomahawk-Marschflugkörper als auch für Abfangsysteme vom Typ Patriot und THAAD, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse des Zentrums für Strategische und Internationale Studien (CSIS) in Washington.

Von der Marine eingesetzten Standardraketen vom Typ SM-3 und SM-6 könnten in rund zwei Jahren neu beschafft werden, hieß es in der CSIS-Analyse weiter. Sie seien im Iran-Krieg nicht so intensiv eingesetzt worden.

Im Iran-Krieg bestehe durch die geleerten Bestände zwar kein militärisches Risiko für die USA, heißt es in der Studie weiter. Es sei dadurch aber „Zeitfenster der Verwundbarkeit für einen möglichen Konflikt im Westpazifik geschaffen“ worden.

Das Pentagon hatte die Ausgaben für den Angriffskrieg „Epic Fury“ (Epischer Zorn) im Iran zuletzt auf 29 Milliarden Dollar (rund 25 Milliarden Euro) beziffert. Pentagon-Finanzchef Jules Hurst führte dies bei einer Kongressanhörung auf „Kosten für die Reparatur und den Ersatz von Militärausrüstung“ zurück.

Folgen für Taiwan 

Die sinkenden US-Waffenbestände wirken sich auch auf Verbündete der Vereinigten Staaten aus. Vor rund einer Woche wurden laut Pentagon die Waffenlieferungen an Taiwan vorübergehend ausgesetzt.

US-Marine-Staatssekretär Hung Cao erklärte bei einer Kongressanhörung am Donnerstag, auch eine geplante Rüstungslieferung im Wert von 14 Milliarden Dollar (rund zwölf Milliarden Euro) sei zunächst gestoppt worden – um sicherzustellen, dass ausreichend Munition für „Epic Fury“ verfügbar bleibe.

US-Präsident Donald Trump hat sich bislang mit Blick auf eine weitere Rüstungslieferung an Taiwan nicht eindeutig geäußert. Das nährt Sorgen über eine mögliche Zurückhaltung gegenüber Taipeh, während China Taiwan weiterhin als eigenes Territorium betrachtet und eine „Wiedervereinigung“ anstrebt.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen