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Mehr als 200 islamfeindliche Straftaten im ersten Halbjahr
Im ersten Halbjahr 2026 sind bundesweit 231 islamfeindliche Straftaten registriert worden. Die Polizei ermittelte 127 Tatverdächtige. Festgenommen wurde laut Bundesregierung aber niemand.
Mehr als 200 islamfeindliche Straftaten im ersten Halbjahr
Şehitlik Moschee in Berlin / Foto: Abdülhamid Hoşbaş/AA (Archiv)

In Deutschland hat die Polizei im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 231 islamfeindliche Straftaten registriert. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor, die am vergangenen Dienstag veröffentlicht wurde. 

Von den 231 Delikten wurden demnach 33 im Internet verübt. Die Polizei ermittelte insgesamt 127 Tatverdächtige. Festnahmen gab es keine.

44 Straftaten wurden den Angaben zufolge als Volksverhetzung eingestuft, 13 betrafen das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Zudem registrierten die Behörden elf Gewaltdelikte, neun Fälle von Nötigung oder Bedrohung und drei Sachbeschädigungen. Die übrigen 47 Delikte wurden der Kategorie „sonstige Straftaten“ zugeordnet.

Damit liegt die Zahl deutlich unter den Werten des Vorjahres. Im ersten Halbjahr 2025 wurden 489 islamfeindliche Straftaten registriert, im zweiten Halbjahr waren es 543. Die Bundesregierung weist jedoch darauf hin, dass sich die Zahlen für 2026 durch Nach- und Änderungsmeldungen noch ändern können.

Arbeitsmarkt am häufigsten betroffen

Auch bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gingen Meldungen über islamfeindliche Diskriminierung ein. Am häufigsten betrafen sie den Arbeitsmarkt (58 Fälle). Weitere 42 Fälle entfielen auf private Dienstleistungen und den Zugang zu Gütern. Zudem wurden Diskriminierungen in den Bereichen Bildung (13), Justiz und Polizei (12), Gesundheit und Pflege (10) sowie im öffentlichen Raum (9) gemeldet.

Islamfeindliche Straftaten werden im Rahmen des Kriminalpolizeilichen Meldedienstes für politisch motivierte Kriminalität (KPMD-PMK) erfasst.

QUELLE:TRT Deutsch