Nach der Erstürmung eines Großteils der Boote der Gaza-Hilfsflotte durch Israel hat Spanien den Geschäftsträger des Landes einberufen. Außenminister José Manuel Albares gab dies am Donnerstag bekannt. Die dabei verschleppten Aktivisten bezeichnete er im Fernsehsender TVE als „friedliche Bürger, die ausschließlich humanitäre Ziele verfolgt“ und daher für „niemanden eine Gefahr dargestellt“ hätten.
Albares zufolge reisten auf der sogenannten Global Sumud Flotilla insgesamt 65 spanische Staatsbürger mit. Bislang liegen keine Angaben dazu vor, wie viele von ihnen verschleppt wurden.
Die Beziehungen zwischen Spanien und Israel sind vor dem Hintergrund des israelischen Völkermords in Gaza angespannt. Spaniens linksgerichteter Regierungschef Pedro Sánchez zählt zu den schärfsten Kritikern des militärischen Vorgehens Israels im Gazastreifen, das er als „Völkermord“ bezeichnet.
Spanien erkannte im Mai den Staat Palästina an, woraufhin Israel seinen Botschafter aus Madrid zurückzog. Das Land wird derzeit nur durch einen Geschäftsträger vertreten.























