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Straße von Hormus: US-Finanzministerium verhängt Sanktionen gegen iranische Behörde
Als Reaktion auf US-Angriffe will der Iran für die Passage der Meerenge von Hormus Gebühren erheben. Westliche Staaten und die Golf-Anrainer lehnen dies ab. Nun folgen US-Sanktionen.
Straße von Hormus: US-Finanzministerium verhängt Sanktionen gegen iranische Behörde
Straße von Hormus: US-Finanzministerium verhängt Sanktionen gegen iranische Behörde / Foto: Reuters

Das US-Finanzministerium verhängt Sanktionen gegen die vom Iran neu gegründete Behörde zur Kontrolle der Straße von Hormus. „Der jüngste Versuch des iranischen Militärs, den globalen Seehandel zu erpressen, ist ein Beweis dafür, dass die Economic Fury das Regime in eine verzweifelte Geldnot getrieben hat“, erklärte Finanzminister Scott Bessent am Mittwoch (Ortszeit). Die Bezeichnung „Economic Fury“ meint die Ausübung von großem wirtschaftlichen Druck auf den Iran – angelehnt an den Namen „Epic Fury“, den die US-Regierung dem Angriffskrieg gegen den Iran verliehen hat.

Der Iran hatte zuletzt eine Behörde zur Kontrolle der Straße von Hormus gegründet, die Gebühren für die Durchfahrt durch die strategisch wichtige Meerenge erhebt. Der Erklärung des US-Finanzministeriums zufolge drohen die Sanktionen auch denen, die diese Gebühren zahlen, da dadurch „möglicherweise“ die iranischen Revolutionsgarden „unterstützt“ und „Dienstleistungen von ihnen“ erhalten würden.

Meerenge als Zankapfel

Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit völkerrechtswidrigen Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen. Teheran reagierte mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Das iranische Militär sperrte zudem die für die Öl- und Flüssiggastransporte wichtige Straße von Hormus für die USA, Israel und ihre Verbündeten – der Ölpreis stieg dadurch steil an. Derzeit blockieren die USA ihrerseits iranische Häfen. Aktuell gilt in dem Krieg eine Waffenruhe, die brüchig ist.

Die US-Regierung fordert in den Verhandlungen mit dem Iran eine bedingungslose Öffnung der Meerenge für die Schifffahrt. Der Iran hingegen beansprucht die Kontrolle über die Passage für sich und will für die Durchfahrt künftig Gebühren erheben.

Die jüngsten US-Attacken auf den Iran sowie Israels tödliche Angriffe im Libanon überschatten die laufenden Verhandlungen zur Beilegung des Iran-Kriegs. Pakistan vermittelt dabei zwischen den USA und dem Iran.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen