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Abgeschossener US-Jet im Iran setzt Trump unter Druck
Ein US-Kampfjet stürzt nach iranischem Beschuss ab. Eine US-Rettungsmission für ein Crewmitglied läuft. Davor erweckten die USA den Eindruck, die Lufthoheit über den Iran erlangt zu haben.
Abgeschossener US-Jet im Iran setzt Trump unter Druck
Abgeschossener US-Jet im Iran setzt Trump unter Druck / Foto: Jonathan Brady/PA Wire/dpa / DPA
vor 3 Stunden

Nach dem ersten Abschuss eines US-Kampfjets im Iran seit Beginn des völkerrechtswidrigen Krieges ist der Verbleib eines Besatzungsmitglieds ungewiss. Nach fünf Wochen Krieg war es laut iranischen Angaben und US-Medienberichten nicht der einzige Rückschlag, den die Vereinigten Staaten am Freitag erlitten: Demnach traf der Iran auch ein US-Kampfflugzeug vom Typ A-10 in der Region des Persischen Golfs nahe der Straße von Hormus.

Wie die Sender NBC News und CBS News unter Berufung auf US-Beamte berichteten, unterstützte die Maschine eine Such- und Rettungsmission, nachdem der Iran zuvor den Kampfjet vom Typ F-15E über seinem Territorium abgeschossen hatte. Der Pilot des Flugzeugs vom Typ A-10 schaffte es mehreren US-Medien zufolge, seine beschädigte Maschine in den Luftraum Kuwaits zu steuern und sich in Sicherheit zu bringen.

Der Iran traf nach Informationen von NBC News und der „Washington Post“ auch zwei Black-Hawk-Hubschrauber, die demnach ebenfalls an den Such- und Rettungsmaßnahmen beteiligt waren. Soldaten seien verletzt worden, konnten sich aber in Sicherheit bringen, hieß es.

Die Vorfälle stellen eine weitere Eskalation des von den USA und Israel begonnenen Angriffskrieges dar und zeigen: Der Iran ist immer noch dazu in der Lage, den Angreifern gefährlich zu werden. Präsident Donald Trump setzt das unter Druck. Er und sein Team hatten zuletzt den Eindruck erweckt, dass US-Flugzeuge in Irans Luftraum keine Gegenschläge mehr fürchten mussten. Die USA hätten die Lufthoheit erlangt, hieß es. Immer wieder suggerierte der US-Präsident, die militärischen Fähigkeiten Teherans seien bereits nahezu vernichtet.

Wie Trump darauf reagiert

Die USA hielten sich nach den Rückschlägen zunächst sehr bedeckt. Eines der beiden Besatzungsmitglieder der Maschine vom Typ F-15E konnte übereinstimmenden Medienberichten zufolge nach dem Absturz gerettet werden.

Auf die Frage, was er tun würde, falls das noch gesuchte, andere Crew-Mitglied von Iranern gefangengenommen oder verletzt werden sollte, sagte Trump laut der britischen Zeitung „The Independent“ in einem Telefoninterview: „Nun, das kann ich nicht kommentieren, weil – wir hoffen, dass das nicht passieren wird.“ Etwaige Gespräche mit dem Iran sieht Trump NBC News zufolge durch den Absturz des Kampfjets nicht beeinflusst.

Der Präsident, der die US-Hauptstadt sonst freitags oft verlässt, um das Wochenende etwa in seinem Club Mar-a-Lago in Florida zu verbringen, bleibt laut seines offiziellen Terminplans an diesem Samstag in Washington.

Schwere Angriffe auf Teheran

In der iranischen Hauptstadt Teheran kam es unterdessen am späten Freitagabend zu neuen schweren Angriffen durch die USA und Israel. Anwohner im Norden der Stadt berichteten von massiven Explosionen, die ganze Gebäude zum Zittern gebracht hätten. Menschen seien in Panik auf die Straße gelaufen. Einem örtlichen Medienbericht zufolge wurden Ziele im wohlhabenden Stadtteil Niawaran angegriffen.

Auch Bewohner des Westens der Stadt hätten einander nach den umfangreichen Angriffen angerufen, um sich gegenseitig zu versichern, dass sie noch am Leben seien, hieß es weiter. Augenzeugen sagten, es seien mehrere Einsatzwagen auf den Straßen gewesen und „überall Rauch“.

Am Freitag war der letzte Tag der zweiwöchigen persischen Neujahrsferien, weswegen viele Menschen wieder in die Hauptstadt zurückgekehrt waren. „Nun aber packen sie und wollen wieder raus“, sagte ein Bewohner Teherans.

US-israelischer Angriffskrieg gegen den Iran

Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.

Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums töteten Israel und die USA bisher mindestens 1.937 Menschen im Iran. Mehr als 24.800 Menschen wurden demnach verletzt.

Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 167 Tote und Tausende Verletzte.


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QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen