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Leitfaden gegen Rechts: Verbände wollen Clubs und Festivals besser schützen
Clubs und Festivals sehen ihre Kultur immer häufiger rechtsextremistischem Druck ausgesetzt. Ein Leitfaden will Betreibern und Betreiberinnen im Umgang damit mehr Handlungssicherheit geben.
Leitfaden gegen Rechts: Verbände wollen Clubs und Festivals besser schützen
Foto: Sebastian Gollnow/dpa (Archiv)

Die Bundesverbände Live Musik Kommission und Mobile Beratung haben einen Leitfaden zum Umgang mit rechtsextremen Einflüssen im Kulturbereich herausgegeben. Die Publikation „Haltung zeigen“ richte sich mit konkreten Handlungsempfehlungen an Veranstaltende sowie Clubbetreiberinnen und Clubbetreiber, erklärten die Verbände am Dienstag in Dresden und Hamburg. Sie bündele erstmals praxisnahes Wissen für die Live-Branche.

Im Kern gehe es darum, „extrem rechte Angriffe auf die Club- und Festivalkultur“ abzuwehren sowie diskriminierenden und demokratiefeindlichen Entwicklungen und Einflussnahmen entgegenzutreten. Musikclubs und Festivals seien „weit mehr als Orte der Unterhaltung“. Sie seien „zentrale Räume für Begegnung, kulturellen Austausch und demokratische Teilhabe“, hieß es.

Orte der Vielfalt unter Druck

Diese Orte gerieten jedoch zunehmend unter Druck: Rechtsextreme Akteure versuchten verstärkt, kulturelle Veranstaltungen zu instrumentalisieren, zu stören oder zu beeinflussen.

Die Broschüre informiert zu Strategien der extremen Rechten von gezielten Provokationen über Einschüchterungsversuche bis hin zu politischer Einflussnahme. Sie zeige auf, wie Veranstaltende präventiv handeln und im konkreten Fall sicher reagieren können.

 Die Live Musik Kommission mit Sitz in Hamburg repräsentiert als Bundesverband nach eigenen Angaben rund 800 Musikclubs und Festivals in rund 100 Städten und Gemeinden. Der Bundesverband Mobile Beratung mit Sitz in Dresden vereint rund 50 Teams, die zum Umgang mit Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus beraten.


QUELLE:EPD