TÜRKİYE
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„Pacta sunt servanda“: Erdoğan pocht auf Einhaltung des Gaza-Abkommens
Beim TRT World Forum fordert der türkische Präsident die Umsetzung des Gaza-Friedensabkommens. Zugleich wirft er internationalen Institutionen vor, angesichts der Gewalt in Gaza und im Westjordanland tatenlos zuzusehen.
„Pacta sunt servanda“: Erdoğan pocht auf Einhaltung des Gaza-Abkommens
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan / Foto: AA

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat der internationalen Gemeinschaft Versagen im Umgang mit dem Krieg im Gazastreifen und der Gewalt im besetzten Westjordanland vorgeworfen. Die internationalen Institutionen würden tatenlos zusehen, während die Gewalt gegen die Palästinenser weitergehe, sagte Erdoğan am Freitag bei der Eröffnung des TRT World Forums 2026 in Istanbul. 

Die internationale Ordnung habe angesichts der jüngsten Entwicklungen gewissermaßen die „weiße Flagge der Kapitulation“ gehisst, sagte er. Insbesondere der „illegale Siedlerterror“ gegen Palästinenser werde immer dreister. Das internationale System versage bei der Wahrung von Frieden und Sicherheit.

Erdoğan pocht auf Einhaltung des Gaza-Abkommens

Auch das Gaza-Friedensabkommen, an dessen Vermittlung Türkiye beteiligt gewesen sei, werde nicht umgesetzt, kritisierte der Präsident. Dabei werde ein grundlegendes Prinzip der internationalen Beziehungen missachtet: „Pacta sunt servanda“ – Verträge sind einzuhalten.

Internationale Institutionen sähen erneut tatenlos zu, während im Gazastreifen Gräueltaten verübt würden – wie einst in Ruanda, Srebrenica und an vielen anderen Orten, erklärte Erdoğan. Die Normen und Grundsätze des internationalen Systems würden heute „mit Füßen getreten“. 

Die aktuellen Krisen der Welt ließen sich nicht mit überholten Lösungsansätzen bewältigen, so Erdoğan weiter. „Die Probleme von heute können wir nicht mit den Rezepten von gestern lösen.“

Motto des Forums: „Eine Welt ohne Zentrum“

Er hoffe, dass die Diskussionsrunden des TRT World Forums neue Perspektiven eröffnen und einen Beitrag zur globalen Stabilität und Frieden leisten, erklärte der türkische Staatschef. Das gelte insbesondere für Regionen, in denen Menschen litten und unterdrückt würden. 

Das diesjährige TRT World Forum steht unter dem Motto „Eine Welt ohne Zentrum“. Die Veranstaltung findet bis Samstag im Istanbuler Kongresszentrum statt.

QUELLE:TRT Deutsch