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Wadephul will gemeinsame G7-Linie mit USA zu Iran-Krieg-Ende
US-Außenminister Rubio stößt erst morgen zur G7-Runde in Frankreich. Im Zentrum der Debatten steht unter anderem der Angriffskrieg gegen den Iran. Gelingt eine gemeinsame Linie für ein Kriegsende?
Wadephul will gemeinsame G7-Linie mit USA zu Iran-Krieg-Ende
Wadephul will gemeinsame G7-Linie mit USA zu Iran-Krieg-Ende / Foto: Michael Kappeler/dpa / DPA
vor 3 Stunden

Außenminister Johann Wadephul dringt bei den Beratungen der G7-Länder auf einen gemeinsamen Kurs mit den USA für ein rasches Ende des Iran-Kriegs. „Wir werden und wir müssen in intensiven Gesprächen in den nächsten Tagen um gemeinsame Lösungsansätze ringen. So schwer es angesichts der Lage auch ist“, sagte der CDU-Politiker zum Auftakt eines Treffens der G7-Außenminister im französischen Vaux-de-Cernay westlich von Paris.

Es müssten eine weitere Destabilisierung verhindert, die wirtschaftliche Freiheit gesichert und Perspektiven für ein Ende der Kampfhandlungen und die Zeit danach entwickelt werden, sagte Wadephul nach einem ersten Meinungsaustausch mit seiner Kollegin Yvette Cooper und seinem Kollegen Jean-Noël Barrot aus Großbritannien und Frankreich.

Wadepuhl: Gespräch mit Rubio wichtig

US-Außenminister Marco Rubio wird erst morgen zum zweiten Tag des Treffens erwartet. Zur Allianz der „Gruppe der Sieben“ gehören neben Deutschland Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA. Das Treffen ist das erste formelle Treffen der G7-Außenminister seit Beginn der völkerrechtswidrigen Angriffe der USA und Israels auf den Iran Ende Februar.

Wadephul sagte, es sei „gut und wichtig und richtig“, dass die Runde mit Rubio sprechen könne. Er sei zuversichtlich, „dass wir eine gemeinsame Position definieren können“. „Selbstverständlich geht es darum, diesen Konflikt so schnell wie möglich zu beenden, aber ihn auch nachhaltig zu beenden.“ Das bedeute, die Sicherheit in der vom Iran blockierten Straße von Hormus herzustellen und dafür zu sorgen, dass von Teheran in Zukunft weder gegen Israel noch gegen andere Nachbarstaaten oder Europa Gefahren ausgingen.

Seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran ist die Straße von Hormus für Schiffe mit Verbindungen zu den Aggressoren gesperrt. Handelsschiffe anderer Länder, wie etwa von Türkiye und Spanien, dürfen die Meerenge passieren. 

EU-Außenbeauftragte: Brauchen Ausweg aus diesem Krieg

Die Außenbeauftragte der Europäischen Union, Kaja Kallas, sagte: „Wir haben hier heute Partner, globale Partner, die eine einheitliche Botschaft haben, dass wir einen Ausweg brauchen und keine Eskalation in diesem Krieg.“ Es brauche eine diplomatische Lösung.

US-israelischer Angriffskrieg gegen den Iran

Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten. Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums töteten Israel und die USA bisher mindestens 1.500 Menschen im Iran. Mehr als 18.550 Menschen wurden demnach verletzt.

Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 120 Tote und Tausende Verletzte.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen