Der Iran hat seinen Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen bekräftigt - US-Präsident Donald Trump hat ihn einem Bericht zufolge jedoch abgelehnt. Wie das „Wall Street Journal“ am Freitag (Ortszeit) berichtete, bezweifelt Trump, dass Teheran die von Washington gestellten Bedingungen erfüllen wird.
Das „Wall Street Journal“ schrieb unter Berufung auf US-Regierungsvertreter weiter, Trump erwäge nach den Kongress-Zwischenwahlen im November eine Wiederaufnahme von Angriffen auf den Iran. Auf Truth Social veröffentlichte Trump am Freitagabend eine Karte der Straße von Hormus mit der Bezeichnung „Trump Strait“.
„Die Frist von sieben Tagen beginnt, sobald die Vereinigten Staaten diesen Plan akzeptieren“, hatte Irans Außenminister Abbas Araghtschi zuvor bei der UNO in New York gesagt. Die Entscheidung liege nun bei Washington. Die Schritte, die die USA dafür unternehmen müssten, seien „nicht neu“, betonte Araghtschi. „Sie sind bereits alle in dem im Juni mit Washington unterzeichneten Rahmenabkommen enthalten.“
Bereits am Dienstag hatte Araghtschi dem US-Gesandten Steve Witkoff sieben Bedingungen für ein Ende des US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran und die Wiederöffnung der Meerenge übermittelt. Dazu gehören nach iranischen Angaben eine siebentägige Einstellung der Kampfhandlungen in der Region, auch im Libanon, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte, die Aufhebung von Sanktionen gegen iranisches Öl sowie ein Ende der US-Seeblockade iranischer Häfen.
Irans Präsident Massud Peseschkian warb ebenfalls für eine Rückkehr zu dem im Juni vereinbarten Rahmen. „Wenn die Vereinigten Staaten zustimmen, auf diese Weise vorzugehen, wird alles wieder so wie vorher“, sagte er dem Sender CBS. Der Prozess könne an dem Tag beginnen, an dem Washington zustimme.
Mit Beginn des völkerrechtswidrigen US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran Ende Februar hatten die iranischen Streitkräfte die Straße von Hormus für die USA, Israel und ihre Verbündeten gesperrt. Handelsschiffe anderer Länder durften die Straße passieren.
Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran wird von iranischer Seite kontrolliert. Normalerweise erfolgt dort rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports. Die Situation in der Meerenge nach Beginn des Iran-Kriegs ließ die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.























