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UN-Ermittler sehen mögliche US-Kriegsverbrechen im Iran
Ermittler des UN-Menschenrechtsrats sehen hinreichend Hinweise auf US-Kriegsverbrechen im Iran. Die Experten verweisen unter anderem auf tödliche Angriffe auf zivile Ziele, darunter eine Grundschule in Minab.
UN-Ermittler sehen mögliche US-Kriegsverbrechen im Iran
UN-Ermittler sehen mögliche US-Kriegsverbrechen im Iran / Foto: Salvatore Di Nolfi/Keystone/dpa

Die USA haben im völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran nach Einschätzung von UN-Ermittlern offenbar Kriegsverbrechen begangen. Die vom UN-Menschenrechtsrat eingesetzte unabhängige Untersuchungsmission zum Iran erklärte am Donnerstag, es gebe „hinreichende Anhaltspunkte“ dafür, dass die USA das Kriegsverbrechen „wahlloser Angriffe“ mit Todesfolge für Zivilisten verübt hätten.

Die Ermittler verweisen in ihrem Bericht unter anderem auf einen tödlichen Angriff auf eine Grundschule in der iranischen Stadt Minab mit Marschflugkörpern vom Typ Tomahawk Ende Februar. Dabei seien mehr als 150 Menschen getötet worden, unter ihnen „rund 120 Mädchen und Jungen“. Die Grundschule sei „eindeutig identifizierbar“ gewesen, heißt es in dem Bericht, der am Montag dem UN-Menschenrechtsrat vorgestellt werden soll.

Die UN-Ermittler weisen auch auf einen US-Angriff hin, der auf einen Sportkomplex und ein Wohngebiet in der südiranischen Stadt Lamer verübt wurde. Dabei seien 22 Zivilisten getötet worden. Auch dieses Gebiet sei „eindeutig identifizierbar“ gewesen.

Weder der Iran noch die USA oder Israel gehören dem UN-Menschenrechtsrat an. 

Die USA und Israel hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran begonnen. Zahlreiche einflussreiche Generäle und Spitzenpolitiker wurden gezielt getötet, darunter Irans geistliches Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei. Der Iran reagierte mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen