In der iranischen Hauptstadt Teheran haben die öffentlichen Trauerfeiern für den im US-israelischen Angriffskrieg getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei begonnen. Aufnahmen im Staatsfernsehen zeigten den Sarg des Religionsführers aufgebahrt in der Großmoschee Mosalla. Zahlreiche Anhänger strömten bereits seit der Dämmerung zum Veranstaltungsort.
Chameneis Leichnam bleibt zunächst drei Tage in Teheran. Anschließend sind Trauerzeremonien in der Pilgerstadt Ghom sowie im Irak geplant. Am Donnerstag soll er in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden.
Ayatollah Chamenei war das geistige Oberhaupt des Iran und der schiitischen Muslime – von 1989 bis zu seiner Ermordung bei US-israelischen Angriffen am 28. Februar des laufenden Jahres.
Die USA und Israel hatten Ende Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran begonnen. Der Iran reagierte mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Bei den US-israelischen Angriffen auf den Iran wurden Tausende Menschen getötet. Die US-Armee verlor durch iranische Gegenschläge 13 Soldaten. Außerdem ließen die Kriegsfolgen die Öl- und Spritpreise in aller Welt in die Höhe schießen. Seit dem 8. April gilt in dem Krieg offiziell eine Waffenruhe, die aber fragil ist.
Nach zähen Verhandlungen hatten die Präsidenten der USA und des Iran am 17. Juni ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Krieges unterzeichnet. US-Präsident Donald Trump unterschrieb die Vereinbarung nach dem G7-Gipfel in Frankreich im Schloss Versailles, wie er anschließend selbst verkündete. Der Iran bestätigte zudem die separate Unterschrift von Präsident Massud Peseschkian.
Die Einigung auf das Rahmenabkommen wurde international mit großer Erleichterung aufgenommen. Allerdings sollen schwierige Fragen – unter anderem über die Zukunft des iranischen Atomprogramms – erst nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens in Angriff genommen werden. Dafür ist eine 60-tägige Verhandlungsperiode vorgesehen.























