Die USA haben eine Belohnung von bis zu 20 Millionen Dollar für Informationen über das iranische Atomprogramm ausgeschrieben. Außerdem sollen Hinweisgeber die Aussicht auf eine „mögliche Umsiedlung bekommen“, wie es auf einer Webseite der US-Regierung heißt. Von Interesse seien Informationen über Anlagen, Ausrüstung und beteiligtes Personal wie Wissenschaftler sowie über Material, das weggeschafft worden sei. Auch das Regionalkommando des US-Militärs für den Nahen Osten verwies am Freitag auf der Online-Plattform X auf die Belohnung.
Präsident Donald Trump gibt als Ziel des US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran stets an, das Land dürfe keine Atomwaffen besitzen. Dabei hatte das Weiße Haus schon nach Angriffen auf mehrere Anlagen im Iran im Sommer 2025 verkündet, diese seien „ausgelöscht“ worden. Einige Experten sprachen danach von der Möglichkeit, dass der Iran zumindest einen Teil des Nuklearmaterials vor den Attacken in Sicherheit gebracht haben könnte.
Die westlichen Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, den Bau von Atomwaffen anzustreben. Teheran bestreitet dies. Die verstärkte Produktion von angereichertem Uran in den vergangenen Jahren dient demnach der Verwendung in Atomkraftwerken zur Energieerzeugung.
2015 hatte Teheran ein Abkommen unterzeichnet, das die Lockerung von Sanktionen im Gegenzug für eine Eindämmung des iranischen Atomprogramms vorsah. Während der ersten Präsidentschaft Trumps brachen die USA den Vertrag und zogen sich 2018 einseitig aus dem Abkommen zurück. Bemühungen um eine Wiederbelebung des Atomabkommens scheiterten seitdem.
Am 28. Februar 2026 starteten die USA und Israel einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran. Das Land reagierte mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Der Iran schränkt seitdem die Durchfahrt in der Straße von Hormus ein, die USA blockieren ihrerseits iranische Häfen.























