Rheinmetall-Vorstandschef Armin Papperger hat schwere Kritik an der Haltung der früheren Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geübt. „Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte zu uns: Wir brauchen Euch eigentlich nicht – wenn es ein Problem gibt, rufen wir die Amerikaner an“, sagte Papperger auf dem „Welt“-Sicherheitsgipfel nach Angaben vom Freitag. Die Abhängigkeit von Amerika sei gewollt gewesen.
Vor Beginn des Russland-Ukraine-Krieges 2022 habe es keinen „großen Bedarf an Waffensystemen in Deutschland selbst“ gegeben. Rheinmetall und andere deutsche Rüstungsunternehmen seien in „die Schmuddelecke gestellt“ worden, weil „wir als Industrie exportiert haben“, kritisierte Papperger. „Man wollte uns hier in Deutschland eigentlich gar nicht haben.“
Der Rheinmetall-Chef forderte in der aktuellen Lage mehr Tempo: „Geschwindigkeit ist der entscheidende Punkt.“ Die Ukraine sei schnell. Deutschland aber brauche „zu lange von der Entwicklung bis zur Gefechtsreife“.
Papperger sieht aber auch Verbesserungen: „Wir haben die Amerikaner bei der konventionellen Munition überholt und sind inzwischen besser aufgestellt als sie“, sagte er. Die Kapazitäten seien von „jährlich 70.000 auf eine Million Schuss Artilleriemunition erhöht“ worden. „Wir sind besser, als die Pessimisten in Deutschland denken.“























