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Heereschef im Baltikum: Müssen „noch schneller werden“
Ein überraschender Angriff könnte schnelle Reaktionen erfordern. Nach ihrem Besuch an der Nato-Ostflanke sehen die Heereschefs von Deutschland und den Niederlanden dringenden Handlungsbedarf.
Heereschef im Baltikum: Müssen „noch schneller werden“
26.10.2026, Estland, Narva: Der Inspekteur des Deutschen Heeres, Generalleutnant Christian Freuding. Foto: Carsten Hoffmann/dpa

Der deutsche Generalleutnant Christian Freuding will nach umfangreichen Erkundungen an der Nato-Ostflanke mehr Tempo beim Aufbau der Bündnisverteidigung. Dabei nannte er zum Abschluss eines mehrtägigen Besuches in den drei baltischen Republiken auch logistische Vorstationierung von Waffen und Material sowie Bemühungen um die Durchhaltefähigkeit einer Bündnisverteidigung, wie er der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte. 

„Wir haben alle die gemeinsame Überzeugung gewonnen, dass wir für den fight tonight noch schneller werden müssen, dass wir jeden Tag unsere Fähigkeiten verbessern müssen und dass wir nur so unserer großen Verantwortung gerecht werden können“, sagte Freuding, der als Heeresinspekteur zusammen mit seinem niederländischen Amtskollegen Generalleutnant Jan Swillens und allen Generalen des deutschen und niederländischen Heeres mögliche Einsatzräume in Estland, Lettland und Litauen erkundet.

„Fight Tonight“ bezeichnet Einsatzkonzepte für die Reaktion auf einen überraschenden Angriff, den ein Gegner auch ohne umfangreich erkennbare Vorbereitungen starten kann. Die Heeresspitzen von Deutschland und den Niederlanden hatten sich seit Wochenbeginn entlang der Nato-Außengrenze zu Russland und Belarus über die Lage informiert.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen