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WHO: 18 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen im Iran
Die US-israelischen Aggressionen im Iran treffen immer mehr das Gesundheitswesen des Landes. Auch der Libanon bleibt nicht verschont. Die WHO warnt und verweist auf das humanitäre Völkerrecht.
WHO: 18 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen im Iran
WHO: 18 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen im Iran / Foto: Vahid Salemi/AP/dpa / DPA
vor 3 Stunden

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat seit Beginn des US-israelischen Angriffskrieges am 28. Februar 18 Angriffe auf das Gesundheitswesen im Iran nachgewiesen. Dabei seien acht Beschäftigte des Gesundheitswesens getötet worden, teilte die WHO am Mittwoch mit. „Diese Angriffe kosten nicht nur Leben, sondern nehmen den Gemeinden die Versorgung, wenn sie sie am dringendsten benötigen. Mitarbeiter des Gesundheitswesens, Patienten und Gesundheitseinrichtungen müssen nach dem humanitären Völkerrecht immer geschützt werden.“ Im selben Zeitraum seien bei 25 israelischen Angriffen auf Gesundheitszentren im Libanon 16 Menschen getötet und 29 verletzt worden, teilte die WHO weiter mit. 

Der Krieg habe eine große Fluchtbewegung ausgelöst, erklärte die WHO weiter. Schätzungen zufolge seien im Iran mehr als 100.000 Menschen vertrieben worden. Im Libanon seien es bis zu 700.000 Menschen. Viele von ihnen fänden in überfüllten Gebäuden mit nur geringem Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen Unterschlupf. Solche Bedingungen erhöhten das Risiko für den Ausbruch von Atemwegs- und Durchfallerkrankungen, warnte die WHO. Besonders gefährdet seien Frauen und Kinder.

Am Dienstag hatte die Weltgesundheitsorganisation erklärt, dass der „schwarze Regen“ und die giftigen Verbindungen in der Luft im Iran nach den Angriffen auf seine Ölanlagen Atemwegsprobleme verursachen könnten. Sie schloss sich der Empfehlung iranischer Behörden an, wonach die Bevölkerung in ihren Häusern bleiben soll.

Im Libanon wurden laut WHO 49 primäre Gesundheitszentren und fünf Krankenhäuser aufgrund von Evakuierungsanordnungen des israelischen Militärs geschlossen. Dadurch werde die Verfügbarkeit von lebenswichtigen Dienstleistungen verringert, während zugleich der medizinische Bedarf steige.

Seit Beginn des US-israelischen Angriffskrieges gegen den Iran Ende Februar ist auch der schwelende Konflikt zwischen Israel und Hisbollah im Libanon wieder eskaliert. Dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge wurden bei israelischen Angriffen bislang mindestens 634 Menschen getötet – darunter 91 Kinder. Demnach wurden rund 1.580 Menschen verletzt.

US-israelischer Angriffskrieg gegen den Iran

Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.

Nach Angaben des iranischen UN-Botschafters Amir Saeid Iravani töteten Israel und die USA bisher mindestens 1.348 Zivilisten im Iran. Mehr als 17.000 Zivilisten wurden demnach verletzt.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen