Weniger als zwei Wochen vor dem Nato-Gipfel in Ankara hat NATO-Generalsekretär Mark Rutte milliardenschwere Investitionen in die Verteidigungsindustrie angekündigt. Beim Front Page Event des Atlantic Council in Washington sagte Rutte am Donnerstag, auf dem Gipfel am 7. und 8. Juli würden neue Rüstungsverträge im Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar vorgestellt. Das Treffen in der türkischen Hauptstadt sei „noch wichtiger“ als der letztjährige Nato-Gipfel in Den Haag.
Die Nato müsse ihre wirtschaftliche Stärke konsequenter in militärische Fähigkeiten umsetzen, erklärte Rutte. Dazu seien eine engere Zusammenarbeit der Verteidigungsindustrien, der Abbau bürokratischer Hürden sowie mehr Innovation innerhalb des Bündnisses erforderlich.
Ausbau der Verteidigungsindustrie
Rutte zufolge haben Rüstungsunternehmen in den Nato-Staaten ihre Produktionskapazitäten bereits deutlich erhöht, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden. Der Gipfel in Ankara solle die Fortschritte beim Ausbau der verteidigungsindustriellen Zusammenarbeit und der Produktionskapazitäten sichtbar machen. „Wir werden neue Verträge im Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar bekannt geben“, sagte Rutte.
Selenskyj nimmt am Gipfel teil
Der NATO-Generalsekretär bekräftigte zudem die anhaltende Unterstützung des Bündnisses für die Ukraine. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj werde am Gipfel in Ankara teilnehmen. „Präsident Selenskyj wird sich uns in Ankara anschließen“, sagte Rutte. Damit wolle die Nato der Ukraine ihre fortgesetzte Unterstützung demonstrieren und zugleich Russlands Präsident Wladimir Putin signalisieren, dass das Bündnis an seinem Kurs festhalte.























