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Umfrage: Mehrheit sieht Auftritt von Audi-Chef mit Trump kritisch
Der gemeinsame Auftritt von Audi-Chef Döllner und US-Präsident Trump stößt in Deutschland mehrheitlich auf Ablehnung. Eine aktuelle YouGov-Umfrage zeigt deutliche Unterschiede zwischen Ost und West sowie Jung und Alt.
Umfrage: Mehrheit sieht Auftritt von Audi-Chef mit Trump kritisch
Perry, USA, 24.10.2026 / Foto: -/REUTERS

Die Menschen in Deutschland sehen den Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump am Wochenende mehrheitlich kritisch. In einer am Dienstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage von YouGov sagten 39 Prozent der Befragten, dass sie es „überhaupt nicht angemessen“ finden, dass Döllner dort den Bau eines Werks in den USA angekündigt hat. Weitere 18 Prozent finden es „eher nicht angemessen“. 

Das sind deutlich mehr als die Befürworter: 7 Prozent finden den Auftritt kurz vor den Zwischenwahlen in den USA „voll und ganz angemessen“, weitere 11 Prozent „eher angemessen“. Allerdings sagen auch 25 Prozent der Befragten, dass sie keine Meinung haben, oder sich nicht äußern wollen. Am 26. Oktober wurden 2.725 Erwachsende ab 18 Jahren dazu befragt. Die Ergebnisse sind laut YouGov repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. 

Die größte Rolle bei den Antworten spielten das Alter und die Herkunft aus Ost- oder Westdeutschland. Menschen ab 45 lehnten den Auftritt deutlicher, Menschen ab 55 sehr viel deutlicher ab als Jüngere. In allen Altersgruppen überwog aber die Ablehnung. Dies gilt auch für Ost und West, allerdings wurde der Auftritt im Osten seltener kritisch betrachtet als im Westen.

Formelle Bildung und insbesondere das Geschlecht machten dagegen eher geringe Unterschiede aus. Vor allem äußerten höher gebildete und Männer seltener keine Meinung.

Döllner war am Wochenende im US-Bundesstaat Georgia zusammen mit Trump auf einer Wahlkampfbühne aufgetreten und hatte dort den Bau eines eigenen US-Werks angekündigt. Seither steht er in der Kritik von verschiedenen Seiten, sogar sein Rücktritt wurde bereits gefordert. Audi hat eigentlich interne Richtlinien, die Auftritte im Wahlkampf kurz vor Wahlen verbieten. In den USA stehen am 3. November die Zwischenwahlen an. 

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen