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UN-Ermittler werfen Israel Verbrechen der „Auslöschung“ im Westjordanland vor
„Auslöschung, Folter und Vergewaltigung“ in den Palästinensergebieten werfen Ermittler dem israelischen Staat vor. Bezüglich des Vernichtungskriegs in Gaza ist die Rede von „Akten des Völkermords“.
UN-Ermittler werfen Israel Verbrechen der „Auslöschung“ im Westjordanland vor
UN-Ermittler werfen Israel Verbrechen der „Auslöschung“ im Westjordanland vor / Foto: DPA

Im Auftrag der Vereinten Nationen tätige unabhängige Ermittler werfen Israel Verbrechen gegen die Menschlichkeit im besetzten Westjordanland vor, darunter „Auslöschung“. Israelische Behörden und die israelische Armee hätten in dem Palästinensergebiet Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie „Auslöschung, Folter, Vergewaltigung und andere Formen sexueller Gewalt“ begangen, erklärte die Unabhängige Internationale Untersuchungskommission in einem am Montag veröffentlichten Bericht. Im Gazastreifen begehe Israel zudem weiterhin „Akte des Völkermords“.

Die von der UNO eingesetzte unabhängige Untersuchungskommission unter der Führung von Navi Pillay hatte Israel bereits im vergangenen Jahr Völkermord im Gazastreifen vorgeworfen. Israel reagierte empört auf den Vorwurf. Die Kommission war 2021 vom UN-Menschenrechtsrat eingerichtet worden. Ihre Aufgabe ist es, möglichen Menschenrechtsverletzungen in Israel und den besetzten Palästinensergebieten nachzugehen.

Israelische Besatzung seit 1967

Israel besetzt seit dem Sechstagekrieg 1967 unter anderem das palästinensische Westjordanland und Ostjerusalem. Heute leben dort rund 730.000 Siedler in mehr als 370 illegalen Siedlungen und Außenposten. Immer wieder kommt es zu Übergriffen auf Palästinenser durch extremistische Siedler. Sie dringen in palästinensische Dörfer ein, attackieren Bewohner, verüben Brandanschläge und zünden Felder und Olivenhaine an. Die israelische Armee schreitet meist nicht ein, sondern schützt die Angreifer oder beteiligt sich selbst an Angriffen.

Seit Beginn des israelischen Vernichtungskriegs im Gazastreifen im Oktober 2023 haben auch die Angriffe israelischer Soldaten und Siedler im Westjordanland und in Ostjerusalem zugenommen. Nach offiziellen Angaben palästinensischer Behhörden wurden in diesem Zeitraum 1220 Palästinenser getötet und mehr als 13.350 weitere verletzt. Demnach wurden rund 24.600 Palästinenser verschleppt.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen