TÜRKİYE
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WMO-Chefin vor COP31: Türkiye leistet „großartige Arbeit“
Türkiye bereitet sich auf die UN-Klimakonferenz COP31 in Antalya vor. Die Chefin der Weltorganisation für Meteorologie lobt die Vorbereitungen des Landes und fordert einen stärkeren Fokus auf die Umsetzung internationaler Klimazusagen.
WMO-Chefin vor COP31: Türkiye leistet „großartige Arbeit“
WMO-Chefin vor COP31: Türkiye leistet „großartige Arbeit“ / Foto: AA

Die Generalsekretärin der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), Celeste Saulo, hat Türkiye für die Vorbereitungen auf die UN-Klimakonferenz COP31 gelobt. Das Land leiste organisatorisch wie strategisch „großartige Arbeit“, sagte sie der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag. Die Konferenz wird am kommenden Montag in der türkischen Mittelmeerstadt Antalya beginnen.

Saulo betonte, dass bei den internationalen Klimaverhandlungen konkrete Maßnahmen stärker in den Mittelpunkt rücken müssten. Es gehe darum, frühere Zusagen nicht nur zu wiederholen, sondern tatsächlich umzusetzen. Die WMO könne dabei einen wichtigen Beitrag leisten.

Die WMO-Generalsekretärin begrüßte ausdrücklich die Rolle von Türkiye in der internationalen Klimadiplomatie. Sie äußerte die Hoffnung, dass sich die teilnehmenden Staaten hinter einer gemeinsamen Vision für die Konferenz versammeln würden. Die Agenda von COP31 sei angesichts der aktuellen Herausforderungen besonders relevant.

COP31 soll Klimaschutz voranbringen

Der türkische Umwelt- und Klimaschutzminister Murat Kurum, der die Präsidentschaft der COP31 übernehmen soll, könne nach Einschätzung Saulos wichtige Impulse setzen. Bei einem Besuch im September am WMO-Hauptsitz in Genf habe Kurum sein Engagement für eine Stärkung der nationalen Wetter- und Hydrologiedienste deutlich gemacht, betonte Saulo.

Die Agenda der Klimakonferenz umfasse unter anderem saubere Energie, Stadtentwicklung sowie die stärkere Einbindung junger Menschen und lokaler Gemeinschaften. Sie setze auf wissenschaftlich fundierte, evidenzbasierte und handlungsorientierte Ansätze, so Saulo. Wissenschaft müsse die Grundlage politischer Entscheidungen bilden. Die WMO stelle dafür wichtige Klimadaten und Analysen bereit.

WMO warnt vor Folgen von El Niño

Mit Blick auf die zunehmenden Folgen des Klimawandels verwies Saulo auch auf das El-Niño-Phänomen. Dessen Auswirkungen verdeutlichten die Dringlichkeit von Klimaschutz, Anpassungsmaßnahmen und einer besseren Widerstandsfähigkeit gegenüber Extremwetterereignissen, betonte sie. Die Auswirkungen seien bereits spürbar und sollten auch bei den Gesprächen auf der COP31 eine Rolle spielen, forderte sie.

Zudem verwies sie auf die „Systematic Observations Financing Facility“. Die Initiative unterstützt Entwicklungsländer und kleine Inselstaaten dabei, ihre meteorologischen Beobachtungssysteme auszubauen. „Was wir nicht beobachten, können wir auch nicht steuern“, sagte Saulo und rief zu gemeinsamen Anstrengungen auf.

Frühwarnsysteme im Fokus

Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz in Antalya soll der Ausbau internationaler Frühwarnsysteme sein. Diese könnten Menschenleben retten, ihre Umsetzung komme bislang jedoch nicht schnell genug voran, warnte Saulo. Dazu gehöre die Initiative „Early Warnings for All“. Es sei ein hochrangiges Treffen geplant, um ihre Umsetzung zu beschleunigen.

Die COP31 ist die 31. UN-Klimakonferenz und findet vom 9. bis 20. November 2026 in Antalya statt. Vertreter der Vertragsstaaten des UN-Klimarahmenabkommens kommen dort zusammen, um über gemeinsame Maßnahmen gegen den Klimawandel zu beraten. Türkiye richtet die Konferenz aus und übernimmt die Präsidentschaft, Australien leitet die offiziellen Verhandlungen.

QUELLE:TRT Deutsch