Wegen eines großen Streiks als Zeichen der Solidarität mit der von Israel geenterten Gaza-Hilfsflotte ist es in Italien landesweit zu Behinderungen gekommen. Im Bahnverkehr gab es teils Ausfälle und Verspätungen der Züge. In Großstädten wie Rom und Mailand funktionierte der öffentliche Nahverkehr nur eingeschränkt. In zahlreichen italienischen Städten waren für den Lauf des Tages auch größere Demonstrationen und Protestaktionen geplant.
Der größte Gewerkschaftsverband des Landes, CGIL, rief nach der Stürmung der Gaza-Flottille vor wenigen Tagen zu einem Generalstreik auf. Israel hatte die Flotte aus privaten Booten vor dem Gazastreifen gestürmt. Mehr als 400 Besatzungsmitglieder der Global Sumud Flotilla aus Dutzenden Ländern wurden verschleppt. Nach Angaben des Außenministeriums in Rom waren darunter 40 Italiener, vier von ihnen seien Parlamentarier.
Die Arbeitsniederlegung sei eine direkte Reaktion auf das Entern der Flottille, teilte CGIL mit. Die Regierung lasse „italienische Arbeiter in offenen internationalen Gewässern im Stich“, hieß es.
Die Gaza-Hilfsflotte ist aus einer zivilen Initiative hervorgegangen. Die Friedensaktivisten wollen den völkerrechtswidrigen Belagerungsring Israels auf See friedlich durchbrechen und Hilfsgüter an die notleidenden Menschen bringen.























