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Niedrigwasser auf dem Rhein: Ökonom Schaefer warnt vor steigenden Spritpreisen
Das Niedrigwasser am Rhein könnte Benzin und Diesel in Deutschland weiter verteuern. Ein Ökonom warnt zudem vor Folgen für das ohnehin schwache Wirtschaftswachstum.
Niedrigwasser auf dem Rhein: Ökonom Schaefer warnt vor steigenden Spritpreisen
Niedrigwasser auf dem Rhein: Ökonom Schaefer warnt vor steigenden Spritpreisen / Foto: Federico Gambarini/dpa

Der niedrige Wasserstand des Rheins könnte nach Auffassung des Ökonomen Thilo Schaefer Benzin und Diesel in Deutschland weiter verteuern. „Hält das Niedrigwasser an, dürften Treibstoffe in einigen Regionen knapper werden. Dann steigen auch die Preise“, sagte der Wirtschaftswissenschaftler vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) dem „Spiegel“ laut Vorabmeldung vom Dienstag. Grund ist der weitgehende Ausfall des Rheins als Transportweg für große Frachtschiffe.

Ein ähnliches Phänomen habe es bereits 2018 gegeben, sagte Schaefer. Damals habe sich beobachten lassen, „dass die Preise für Benzin von 1,34 Euro auf 1,42 Euro kletterten“. Das gebe einen Eindruck vom Ausmaß des möglichen Effekts.

Auslöser für mögliche Preissprünge an den Zapfsäulen seien die durch das Niedrigwasser auf dem Rhein verursachten Transportprobleme. „Wenn über den Rhein weniger Treibstoff ausgeliefert werden kann, müssen die Mineralölhändler kurzfristig Alternativen organisieren“, erläuterte Schaefer. Kurzfristige Alternativen seien jedoch in der Regel deutlich teurer als Langfristverträge. „Die höheren Kosten schlagen dann an der Tankstelle durch.“

Der Rhein ist auch ein wichtiger Transportweg für Industrierohstoffe. Das Niedrigwasser könnte daher die Wirtschaft insgesamt belasten. „Das Niedrigwasser könnte das ohnehin nur zarte deutsche Wirtschaftswachstum ersticken“, warnte der Ökonom.

QUELLE:AFP