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USA entziehen Sohn von mexikanischem Präsidenten das Visum
Mexikos Präsidentin sieht im US-Visum-Entzug einen Eingriff in die Politik ihres Landes. Laut dem betroffenen Ex-Präsidentensohn handeln die Verantwortlichen in den USA wie „Bandenchefs“.
USA entziehen Sohn von mexikanischem Präsidenten das Visum
USA entziehen Sohn von mexikanischem Präsidenten das Visum / Foto: Felix Marquez/dpa

Die US-Regierung hat das Visum des Sohnes eines mexikanischen Ex-Präsidenten widerrufen. Der Sohn des ehemaligen linken Staatschefs Andrés Manuel López Obrador (2018–2024) kann dadurch nicht mehr in die USA einreisen, wie der Betroffene in sozialen Medien bekanntgab. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum sprach von einer politisch motivierten Entscheidung Washingtons.

Der 39-jährige Andrés Manuel López Beltrán ist einer der vier Söhne des Ex-Präsidenten, der als politischer Ziehvater der derzeitigen Staatschefin gilt. Nach dem Entzug seines Visums erhob er in einem offenen Brief an US-Präsident Donald Trump schwere Vorwürfe.

López Beltrán: US-Beamte handeln wie „Bandenchefs“

„Es gibt keinen Grund, der ein solch arrogantes Verhalten rechtfertigen würde“, schrieb er. Die Entscheidung sei aus politischen und propagandistischen Gründen von US-Beamten wie US-Außenminister Marco Rubio getroffen worden. Diese verhielten sich wie „Bandenchefs“ gegenüber denjenigen, die sich ihren Interessen nicht unterwürfen.

Mehrere Mitglieder der linken mexikanischen Regierungspartei Morena haben in den vergangenen Monaten ihre US-Visa verloren. Gegen einige von ihnen soll es Medienberichten zufolge Ermittlungen in den USA geben – unter anderem wegen der mutmaßlichen Verwicklung in Drogengeschäfte oder illegalen Handels mit Benzin. López Beltrán ist ebenfalls politisch aktiv.

Laut Staatschefin Sheinbaum ist der Entzug der Visa ein Versuch der US-Regierung, sich in die mexikanische Politik einzumischen. Die Beziehungen zwischen Mexiko und den USA sind wegen Drogen- und Handelsfragen angespannt.

QUELLE:DPA