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Iran: Straße von Hormus öffnet erst nach Kriegsentschädigung
Trump poltert, Teheran kontert. Auf das neue Ultimatum des US-Präsidenten zur Öffnung der Straße von Hormus reagiert ein iranischer Regierungsvertreter mit deutlichen Worten.
Iran: Straße von Hormus öffnet erst nach Kriegsentschädigung
ARCHIV - 11.03.2026, Vereinigte Arabische Emirate, Khor Fakkan: Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf. / DPA
vor 8 Stunden

Der Iran hat nach dem jüngsten Ultimatum von US-Präsident Donald Trump zur Öffnung der Straße von Hormus für die USA und ihre Verbündeten eigene Bedingungen genannt. Die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Meerenge werde erst dann wieder geöffnet, „wenn im Rahmen einer neuen Rechtsordnung die Schäden des aufgezwungenen Krieges vollständig aus einem Teil der Transitgebühren kompensiert werden“, schrieb Mehdi Tabatabaei, für Kommunikation zuständiger Beamter im Büro des iranischen Präsidenten, am Sonntag.

Das Marinekommando der Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, wurde von iranischen Medien mit den Worten zitiert, die Straße von Hormus werde „niemals wieder in ihren früheren Zustand zurückkehren, vor allem nicht für die USA und Israel.“ Der Iran beansprucht die Kontrolle über die gesamte Passage und plant ein Mautsystem für die Durchfahrt. 

Trump hat der Führung in Teheran erneut mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken gedroht, sollte diese bis zum Dienstagabend US-Ostküstenzeit nicht einlenken. „Öffnet die verdammte Straße (von Hormus), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen“, schrieb er am Ostersonntag auf seiner Plattform Truth Social. 

Trump und Teheran beschimpfen sich gegenseitig

Trump habe aus „purer Verzweiflung und Wut“ zu ordinären Beschimpfungen gegriffen, schrieb Tabatabaei auf X und erwiderte: „Dieser Bastard-Narr hat in seinem Wahnsinn einen totalen Krieg in der Region entfacht“ und prahle damit.

Die iranische UN-Mission schrieb auf X, Trump drohe erneut „offen damit, die für das Überleben der Zivilbevölkerung im Iran essenzielle Infrastruktur zu zerstören“. Die internationale Gemeinschaft und alle Staaten seien „verpflichtet, solche grausamen Kriegsverbrechen zu verhindern. Sie müssen jetzt handeln. Morgen ist es zu spät“, heißt es in dem Post der UN-Mission.

Die an den Iran grenzende Straße von Hormus ist für den weltweiten Öl- und Gashandel von wesentlicher Bedeutung. Seit Beginn des US-israelischen Angriffskriegs gegen den Iran sperren die iranischen Streitkräfte die Meerenge für Schiffe der Aggressoren und ihrer Unterstützer. Die Maßnahme trug zu einem massiven Anstieg der Ölpreise bei. 

US-israelischer Angriffskrieg gegen den Iran

Israel und die USA hatten am 28. Februar einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran gestartet. Bei landesweiten Luftangriffen wurden mehrere ranghohe Vertreter des Iran getötet, darunter das geistige Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. Die US-israelischen Angriffe erfolgen auch in zivilen Wohngebieten.

Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums töteten Israel und die USA bisher mindestens 2.076 Menschen im Iran. Mehr als 26.500 Menschen wurden demnach verletzt.

Der Iran reagiert mit Gegenschlägen auf Ziele in Israel sowie Einrichtungen des US-Militärs in Staaten der Golfregion. Offizielle Stellen meldeten bisher mindestens 169 Tote und Tausende Verletzte.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen