Israelische Siedler haben im besetzten Westjordanland nach palästinensischen Angaben ein Feuer an einer Moschee gelegt. Eine Gruppe von Siedlern habe im Dorf Burka östlich von Ramallah die Tür einer Moschee aufgebrochen und ihren Eingang in Brand gesetzt, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa am Sonntag. Die Siedler hätten zudem ein Fahrzeug in Burka sowie zwei weitere im nahe gelegenen Dorf Deir Dibwan angezündet.
Das Feuer an der Moschee konnte von Anwohnern gelöscht werden, wie Augenzeugen der Nachrichtenagentur AFP mitteilten.
Die israelische Armee teilte mit, sie habe nach Berichten über Brandstiftung und Ausschreitungen Einsatzkräfte an mehrere Orte im Westjordanland entsandt. „Die Kräfte sind derzeit an verschiedenen Orten im Einsatz, um die Ausschreitungen aufzulösen, die Brände zu löschen und weitere Reibungen zu verhindern“, so die Armee mit. Die israelische Armee verurteile „alle Formen von Gewalt aufs Schärfste“, hieß es weiter.
Israel besetzt seit dem Sechstagekrieg 1967 das palästinensische Westjordanland und Ostjerusalem. Heute leben dort rund 700.000 Israelis in mehr als 250 illegalen Siedlungen. Immer wieder kommt es dort zu Übergriffen auf Palästinenser durch extremistische Siedler und israelische Besatzungstruppen. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte den israelischen Siedlungsbau in einer Resolution aus dem Jahr 2016 und stufte ihn als völkerrechtswidrig ein.























