Der Berichterstatter des Europäischen Parlaments für Türkiye, Nacho Sánchez Amor, hat jüngste Aussagen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu Ankara kritisiert. Es sei eine „geopolitisch fehlerhafte Analyse“, Türkiye gemeinsam mit Russland und China als Einflussfaktor auf Europa darzustellen, schrieb Amor am Dienstag auf der Plattform X. Das stehe im Widerspruch zu den wiederholten Signalen für eine stärkere Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung, fügte er hinzu.
Von der Leyen hatte am Sonntag eine strategische Neuausrichtung der Europäischen Union gefordert. Europa müsse stärker, unabhängiger und geopolitisch handlungsfähiger werden, sagte sie bei einer Veranstaltung der Wochenzeitung „Die Zeit“ in Hamburg. Andernfalls könne die EU Einfluss an andere Weltmächte verlieren.
„Es muss uns gelingen, den europäischen Kontinent zu vervollständigen, damit er nicht russisch, türkisch oder chinesisch beeinflusst wird. Wir müssen größer und geopolitisch denken“, sagte von der Leyen. Außerdem müsse die EU Beitrittskandidaten wie die Ukraine oder Staaten des Westbalkans aufnehmen.


















