Kaymakçı: Türkei „fundamentaler Pfeiler“ für Europa
Der stellvertretende türkische Außenminister Kaymakçı hat die Haltung einiger EU-Mitglieder zum Beitrittsprozess kritisiert. Der Beitritt Ankaras werde aus politischen Gründen blockiert – obwohl die Türkei ein „fundamentaler Pfeiler“ für Europa sei.
Der stellvertretende türkische Außenminister und Direktor für EU-Angelegenheiten, Faruk Kaymakçı (AA)

Der stellvertretende türkische Außenminister und Direktor für EU-Angelegenheiten, Faruk Kaymakçı, hat die Haltung einiger EU-Länder gegenüber Ankara und den türkischen Beitrittsambitionen kritisiert. Die Türkei sei eine fundamentale Säule für Europa und dennoch werde ihre Mitgliedschaft in der EU aus politischen Gründen blockiert, sagte der stellvertretende Außenminister des Landes am Donnerstag.

„Um eine geopolitische Europäische Union in Europa zu schaffen, die viele Ethnien und viele Religionen zusammen mit Sicherheit, Verteidigung, Energie, Handel, Tourismus, Außenpolitik umfasst, sollten die Beitrittsprozesse aller Kandidatenländer beschleunigt werden“, sagte der Minister in seiner Rede vor dem Prespa Dialog Forum in Nordmazedonien.

Am Ende des Prozesses, könne jedes Land selbstverständlich sein Vetorecht nutzen, sollte es eine Situation geben, die den allgemeinen Interessen der Europäischen Union widerspreche. „Aber ein Veto zu Beginn des Prozesses behindert den Dialog, schafft Misstrauen, Konflikte und macht viele Probleme noch schwieriger zu lösen“, betonte Kaymakçı.

Während des Forums äußerte sich Kaymakçı auch zur Zypern-Frage. Die EU müsse in Bezug auf Zypern „konsequent“ sein. „Es ist auch sehr wichtig, die Versprechen zu halten, die den türkischen Zyprioten gemacht wurden“, so der stellvertretende Außenminister.

TRT Deutsch