Schüsse in Kirche in Kalifornien - fünf Tote bei mutmaßlichem Familiendrama
In einer Kirche im kalifornischen Sacramento sterben mindestens fünf Menschen. Ersten Erkenntnissen zufolge befinden sich auch die Kinder des Schützen unter den Todesopfern. Die Bluttat soll sich während eines beaufsichtigten Treffens ereignet haben.
28.02.2022, USA, Sacramento: Polizeiband blockiert die Straße in der Nähe des Tatorts einer Schießerei in Sacramento. (dpa)

Ein Mann hat Medienberichten zufolge in einer Kirche im kalifornischen Sacramento mindestens vier Menschen erschossen und anschließend sich selbst getötet. Unter den Todesopfern seien drei Kinder, alle jünger als 15 Jahre, berichtete unter anderem der US-Sender CNN. Bei dem Schützen soll es sich um den Vater handeln. Die Tat ereignete sich am Montag (Ortszeit).
Die Zeitung „Los Angeles Times“ schrieb unter Berufung auf den Sheriff von Sacramento County, Scott Jones, die Tat habe sich ersten Erkenntnissen zufolge während eines beaufsichtigten Treffens zwischen dem Vater und den Kindern in der Kirche ereignet. Bei dem fünften Todesopfer soll es sich um eine erwachsene Aufsichtsperson handeln, wie ein Sprecher des zuständigen Sheriffsbüros zitiert wurde. Es war zunächst unklar, in welcher Beziehung sie zur Kirche oder Familie stand.
Die Mutter der Kinder sei am Leben und in Kontakt mit den Behörden, wie die „Los Angeles Times“ Jones weiter zitierte. Medienberichten zufolge lebten die Eltern getrennt.
Kirchenmitarbeiter rief Polizei
Den Angaben zufolge hielten sich zum Tatzeitpunkt weitere Menschen in der Kirche auf. Wie viele, war zunächst unklar. Angaben zu Verletzten gab es zunächst nicht. Unklar war vorerst auch, ob zum Zeitpunkt der Schießerei ein Gottesdienst abgehalten wurde. Ein Kirchenmitarbeiter habe die Schüsse gehört und die Polizei gerufen, hieß es.
„Ein weiterer sinnloser Akt von Waffengewalt in Amerika“, kommentierte der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom die Tat auf Twitter. „In einer Kirche, in der sich Kinder befanden. Absolut verheerend“, schrieb er weiter und sprach den Opfern und Angehörigen sein Mitgefühl aus.

DPA