Neuer Fernsehturm am Bosporus geht in Betrieb
Der Bau des neuen Fernsehturms in Istanbul ist beendet. Auf dem Çamlıca-Hügel soll es künftig nur noch eine Sendestation geben. Die Skyline vom Bosporus bekommt dadurch eine neue Silhouette.
Neuer Fernsehturm am Bosporus geht in Betrieb (AA)

Der neue Fernsehturm auf dem Çamlıca-Hügel in Istanbul ist in Betrieb und wird bald sämtliche Sendestationen in der Stadt ersetzen. Bis 2021 sollen insgesamt 28 alte Funktürme entfernt werden, wie der Minister für Transport und Infrastruktur, Adil Karaismailoğlu, in einer Pressemitteilung am Samstag mitteilte. Alle Testphasen seien erfolgreich abgeschlossen worden.

Die vielen alten Funkstationen in Çamlıca hätten den Ort zu einem Metallhügel verwandelt - mit dem neuen Funkturm verschönere sich nun auch die Umgebung, so Karaismailoğlu.

Der Turm steht im asiatischen Teil von Istanbul im Bezirk Üsküdar und dient als Sendeanlage für digitales Fernsehen, Rundfunk und Mobilfunknetze. Mit einer Höhe von 369 Metern gehört er zu den höchsten Fernsehtürmen weltweit. Bis Ende des Jahres soll zudem ein Ersatzturm fertiggestellt werden. Somit würden Sendeunterbrechungen verhindert, erklärte der Minister.

Mit der neuen Sendestation erhält Istanbul zudem eine neue touristische Attraktion. Auf einer Fläche von 10.000 Quadratmetern und 578 Metern über dem Meeresspiegel ragt der Bau hervor. An beiden Seiten des Bauwerks befinden sich Panoramaaufzüge für Besucher – sie verlaufen an den Außenseiten des Turms. Auf der Besucherplattform befinden sich Kaffehäuser und in 180 Metern Höhe Restaurants.


TRT Deutsch