Nach PKK/YPG-Angriffen: Erdoğan spricht von mangelnder Solidarität
Seit Wochen wird Türkiye Ziel von Angriffen der Terrororganisation PKK und ihrer ausländischen Ableger. Doch international gebe es keinen Aufschrei, lediglich „Krokodilstränen“ würden vergossen, sagt der türkische Präsident Erdoğan.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan (Others)

Vor dem Hintergrund der jüngsten PKK/YPG-Terroranschläge wirft der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan der internationalen Gemeinschaft mangelnde Solidarität vor. „Wenn eine Terrorgruppe irgendwo anders auf der Welt Lehrer und Kinder ermordet hätte, wie es die YPG/PKK in Türkiye getan hat, hätte man monatelang darüber geredet“, sagte Erdoğan am Freitag in Ankara. In der vergangenen Woche waren bei mehreren Raketenangriffen der Terrorgruppe PKK/YPG auf die südöstliche Provinz Gaziantep drei Menschen getötet worden. Unter den Opfern war auch ein Kind und ein Lehrer. Wenn es um Anschläge in Türkiye gehe, gebe es weder von Politikern, noch NGOs oder Medien einen „nennenswerten Aufschrei“, so Erdoğan. Es würden lediglich Krokodilstränen gegossen.

Die Terrororganisation PKK führt seit mehr als 40 Jahren Anschläge in Türkiye durch. Sie wird dort für den Tod von mehr als 40.000 Menschen verantwortlich gemacht. Die PKK wird auch in den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Die YPG ist der syrische Ableger der Terrormiliz.

TRT Deutsch