Moschee in Metz mit Molotow-Cocktails attackiert
In der französischen Stadt Metz ist eine Moschee mit drei Molotow-Cocktails angegriffen worden. Unter Beteiligung des Bürgermeisters der Stadt und des Islamverbandes DITIB wird am Samstag eine Solidaritätskundgebung gegen Islamophobie stattfinden.
Der Bürgermeister von Metz, François Grosdidier, besucht die Merkez-Moschee. (François Grosdidier / Facebook)

In der Nacht auf Freitag ist eine türkische Moschee in der französischen Stadt Metz mit Molotow-Cocktails angegriffen worden. Unbekannte warfen drei Brandsätze gegen die Fassade der zum türkischen Islamverband DITIB gehörigen Merkez-Moschee, wie das Nachrichtenportal „France Bleu“ berichtete.

Die Polizei leitete inzwischen Ermittlungen ein, nachdem ein Moschee-Besucher die Schäden entdeckt und gemeldet hatte. Laut lokalen Medien lösten die Molotow-Cocktails keinen Brand aus. Bürgermeister geht von islamfeindlich motiviertem Angriff aus

Der Bürgermeister von Metz, François Grosdidier, begab sich sofort an den Ort des Geschehens. In den sozialen Medien solidarisierte er sich mit der muslimischen Gemeinde. „Ich verurteile diesen Akt der Islamophobie auf das Schärfste“, erklärte Grosdidier auf Facebook. „Ich hoffe, dass die Täter identifiziert und streng bestraft werden.“

Vor dem Hintergrund des offenkundig islamfeindlich motivierten Übergriffs wird am kommenden Samstag unter Beteiligung von DITIB eine Solidaritätskundgebung in Metz stattfinden. Auch Bürgermeister Grosdidier rief „alle Bürger auf“, sich zu versammeln, um „Solidarität mit unseren angegriffenen Landsleuten zu bekunden“. Dabei gehe es darum, „Toleranz, Glaubens- und Kulturfreiheit“ zu verteidigen.

TRT Deutsch