Von September an soll Deutschland in der Lage sein, innerhalb eines Jahres 2,5 Milliarden zusätzliche Masken zu produzieren. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin auf Anfrage der „Rheinischen Post“ am Mittwoch mit.

Bis Ende Juni 2021 sollen Produzenten in Deutschland bis zu sieben Milliarden Masken jährlich in zertifizierter Qualität zusätzlich herstellen können. Dazu zählen dem Bericht zufolge FFP2, FFP3 und medizinische Gesichtsmasken.

Das Wirtschaftsministerium investiere dafür 60 Millionen Euro an Fördermitteln, hieß es weiter. Gefördert werden laut Bericht zudem Anlagen, die das sogenannte Filtervlies für die Masken produzieren, durch das Viren abgehalten werden. Zu den aktuellen Produktionskapazitäten in Deutschland machte das Ministerium aber demnach keine Angaben.

In der Corona-Pandemie gilt in Deutschland weiterhin eine bundesweite Maskenpflicht in Handel und Nahverkehr. Einer Abschaffung der Maskenpflicht im Handel hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erst am Montag eine deutliche Absage erteilt. Auch aus den Parteien und den Bundesländern erhielt sie dafür breite Unterstützung.

Am Dienstag berichtete das „Ärzteblatt“, wonach eine „Umfrage des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) unter bundesweit 724 Kliniken bestätigte“, dass „Beschaffungsprobleme in vielen Krankenhäusern bei Ausbruch der Pandemie“ bestünden. Außerdem habe sich die „Produktqualität teilweise verschlechtert“.

„Wir brauchen eine bessere Bevorratung von Schutzmaterial und Schutzausrüstung als am Beginn der Pandemie“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum.

„Wenn wir allen Menschen in Deutschland das Arbeiten, Einkaufen und Busfahren mit Mundschutz ermöglichen möchten, brauchen wir zwischen acht und zwölf Milliarden Masken pro Jahr“, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier noch im April.

TRT Deutsch und Agenturen