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Bioinformatiker der Universität Würzburg wollen Pflanzen durch Veränderungen dazu bringen, mehr Kohlendioxid zu binden, und damit einen größeren Beitrag gegen den Klimawandel leisten. Simulationen am Computer ergaben, dass die modifizierten Pflanzen bis zu fünfmal so viel CO2 binden können wie im Naturzustand, wie aus einem veröffentlichten Fachartikel in der Zeitschrift „Trends in Biotechnology“ hervorgeht. Den Forschern zufolge werden jährlich auf der Welt 120 Gigatonnen Kohlendioxid durch die Boden- und Vegetationsatmung freigesetzt, zugleich von Pflanzen durch Photosynthese rund 123 Gigatonnen aufgenommen. Da der Mensch aber vor allem durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe weitere zehn Gigatonnen CO2 in den Kreislauf einspeise, bleibe ein Überschuss von sieben Gigatonnen, der die Klimaerwärmung antreibe. Die in der Simulation gezeigten Möglichkeiten durch effektivere Pflanzen sollen nun an Tabakpflanzen und der Ackerschmalwand in praktischen Versuchen erprobt werden.

AFP