Deutschland liegt bei Patentanmeldungen zu 3D-Druck für den europäischen Markt auf dem zweiten Rang hinter den USA. 19 Prozent oder etwa ein Fünftel aller in diesem Bereich zwischen 2010 und 2018 vergebenen Patente gehörten deutschen Akteuren, wie das Europäische Patentamt (EPA) am Montag in München unter Verweis auf eigene Analysen mitteilte. Vertreter aus den USA hielten demnach 35 Prozent. Insgesamt wurden in den acht Jahren vom EPA 7863 Patentanmeldungen in dem boomenden Bereich additiver Fertigungstechniken vergeben, besser bekannt als 3D-Druck. Der Zuwachs an Anmeldungen war dabei laut EPA deutlich höher als bei Erfindungen allgemein. Ein Fokus war der Medizin- und Gesundheitsbereich, auf den etwa die Hälfte entfiel. Auch Energie- und Verkehrstechnik waren stark vertreten. Von den 3155 Patenten aus Deutschland wurde dabei ein großer Teil von etablierten großen Unternehmen angemeldet. Unter den Top fünf waren der Industriekonzern Siemens, die beiden Chemieriesen BASF und Evonik, der Flugzeugtriebwerksbauer MTU Aero Engines und das auf 3D-Druck spezialisierte Unternehmen EOS, das die nötigen Maschinen herstellt. München sei europäische Spitzenregion im Bereich der Innovationen in diesem Bereich, teilte das EPA mit.

AFP