Archivbild. Bayern, Nürnberg: Ein Messe-Besucher hält ein Gewehr des deutschen Waffen-Herstellers Heckler und Koch auf der Waffenmesse IWA 2009. (DPA)
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Deutschland hat im vergangenen Jahr Kriegswaffen für 1,51 Milliarden Euro exportiert – der höchste Wert seit 2017. Mehr als 60 Prozent davon gingen in Staaten außerhalb der NATO, der Europäischen Union und vergleichbarer Länder. Lieferungen in diese sogenannten Drittstaaten sind besonders umstritten, weil einige von ihnen wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik stehen oder in regionale Konflikte verwickelt sind. Die Zahlen gehen aus einer Antwort des Ministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz auf eine Anfrage aus der Linksfraktion hervor. Danach stieg der Wert der Kriegswaffenlieferungen 2021 das dritte Jahr in Folge. 2020 wurden noch Exporte für 1,38 Milliarden Euro verzeichnet. Die zehn Hauptempfängerländer waren im vergangenen Jahr Ägypten, Israel, Katar, die Türkei, Großbritannien, Norwegen und die EU-Länder Italien, Niederlande, Lettland und Österreich. Mehr zum Thema: Druck auf Scholz wegen Waffenlieferungen – SPD-Klingbeil verteidigt ihn

DPA