Uiguren und andere Minderheiten aus China, die in Belgien gegen die Menschenrechtsverletzungen in China protestieren.

Das türkische Außenministerium hat am Dienstag den chinesischen Botschafter in Ankara einbestellt. Hintergrund ist eine Twitter-Erklärung der Botschaft, worin türkische Politiker wegen ihrer Kritik an der Uiguren-Verfolgung ins Visier genommen werden. Laut der Nachrichtenagentur Anadolu wurden dem chinesischen Botschafter Liu Shaobin die Bedenken der Türkei übermittelt.

In dem Tweet der chinesischen Botschaft wurden die Parteivorsitzende der rechtskonservativen IYI-Partei, Meral Akşener sowie Ankaras Bürgermeister von der Republikanischen Volkspartei (CHP), Mansur Yavaş, markiert.

„Die chinesische Seite wendet sich entschieden gegen jede Herausforderung der Souveränität und territorialen Integrität Chinas durch irgendeine Person oder Macht und verurteilt diese scharf. Die chinesische Seite behält sich das Recht auf eine rechtmäßige Antwort vor“, hieß es darin.

Akşener und Yavaş hatten am 31. Jahrestag des Uiguren-Aufstandes in Barin gegen die chinesische Regierung erinnert und der Gefallenen gedacht. Beide Politiker gelten wegen Pekings Uiguren-Politik als scharfe Kritiker der Kommunistischen Partei Chinas.

Internationale Experten und Menschenrechtsorganisationen werfen der chinesischen Regierung vor, einen Genozid an den Uiguren zu verüben. Peking verteidigt sein Vorgehen und spricht von Maßnahmen gegen Extremismus und Separatismus.

Uiguren sind ein muslimisches Turkvolk und eng mit den Türken verwandt. Die Uiguren und weitere Turkvölker im uigurischen Autonomiegebiet Xinjiang werden von der zahlenmäßig dominierenden Volksgruppe der Han-Chinesen diskriminiert. Nach Machtübernahme der Kommunistischen Partei 1949 in Peking hatte sich China unter der Führung von Mao Zedong die frühere Republik Ostturkestan einverleibt.

TRT Deutsch