Ein Ausschnitt aus dem vom türkischen Innenminister geteilten Video.

Der türkische Innenminister Süleyman Soylu hat die EU am Montag auf der Social-Media-Plattform Twitter aufgerufen, Griechenland für seine „Morde“ an Asylbewerbern zur Rechenschaft zu ziehen.

„Sehr geehrte @YlvaJohansson, Folter und unmenschliche Behandlung durch Griechenland haben sich jetzt in Mord verwandelt. Wird Griechenland für diese Morde, die von @Frontex ignoriert werden, nicht zur Verantwortung gezogen?“, schrieb der Innenminister auf Twitter an Ylva Johansson, EU-Kommissarin für Inneres, gerichtet.

Soylu teilte in demselben Betrag außerdem ein Video mit Zeugenberichten. Die Aufnahme zeigt die Rettung der Migranten im Mittelmeer. Einer der Schutzsuchenden berichtet darin, die Migranten seien von den griechischen Beamten sehr schlecht behandelt worden. Drei von fünf gestrandeten Migranten hätten ihr Leben verloren, als ihr Boot unterging.

Soylu teilte zusätzlich eine Erklärung der türkischen Küstenwache zu dem Vorfall, wonach am 19. Dezember Einsatzkräfte in das Gebiet entsandt wurden, um die besagten Migranten zu retten.

Insgesamt 31 Migranten in drei Booten habe die Küstenwache gerettet, so Soylu. Die Migranten behaupteten, sie seien von griechischem Personal geschlagen worden. Zudem hätten die Beamten ihnen ihre wertvollen Habseligkeiten genommen.

„Während sie auf Rettungsbooten eingeschifft wurden, um in die türkischen Hoheitsgewässer zu gelangen, fielen fünf Migranten aus einem durchstochenen Rettungsboot ins Meer“, wurden die Migranten in der Erklärung zitiert.

„Zwei der fünf Migranten, die ins Meer fielen, wurden lebend geborgen. Aber drei von ihnen konnten nicht gerettet werden. Die drei Migranten, die ihr Leben verloren haben, wurden mit einem separaten Rettungsboot transportiert“, hieß es weiterhin darin.

TRT Deutsch