Türkei, Ankara: Der Sprecher des Außenministeriums, Tanju Bilgiç, während einer Pressekonferenz (AA)

Die Türkei hat ein Treffen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron mit Mitgliedern einer PKK-nahen Organisation verurteilt. Der sogenannte Demokratische Rat Syriens werde von dem syrischen Ableger der Terrororganisation PKK kontrolliert, betonte der Sprecher des Außenministeriums, Tanju Bilgiç, in einer schriftlichen Erklärung am Dienstag. Er bezog sich dabei auf die PYD/YPG im Norden Syriens.

„Trotz all unserer Aufrufe untergräbt die andauernde Beziehung Frankreichs zu dieser separatistischen Terrororganisation und ihren Ablegern, an deren Händen Blut klebt, die nationale Sicherheit der Türkei“, unterstrich der Sprecher in einer schriftlichen Erklärung. Das behindere auch die Bemühungen Ankaras, die regionale Stabilität zu gewährleisten und die politische Einheit sowie territoriale Integrität Syriens zu erhalten.

PKK/YPG/PYD unterdrückt Demonstrationsrecht

Der Sprecher erinnerte daran, dass die Terrororganisation „mit gewaltsamen und blutigen Methoden friedliche Demonstrationen von Jugendlichen, die sich weigern, rekrutiert zu werden, unterdrückt“. Zudem greife die Terrorgruppe zivile Ziele an wie zuletzt das Krankenhaus von Afrin im Nordwesten Syriens.

Die PKK wird in der Türkei, in Europa und den USA als Terrororganisation gelistet. In der Türkei wird sie für den Tod von mehr als 40.000 Menschen verantwortlich gemacht, darunter Frauen und Kinder. Auch in Europa versuchen Mitglieder und Sympathisanten der Terrorgruppe, mithilfe eines Netzwerks durch angebliche „Spendengelder“ die Organisation zu finanzieren und junge Menschen anzuwerben.

Im Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2020 wird die PKK als die „mitgliederstärkste und schlagkräftigste ausländerextremistische Organisation in Deutschland“ gelistet.




TRT Deutsch