Das türkische Außenministerium

Ankara hat die jüngsten Äußerungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron über eine angebliche Einmischung der Türkei in die Präsidentenwahl in Frankreich zurückgewiesen. Die Aussagen seien „ungerecht und inakzeptabel“, so das türkische Außenministerium in einer Erklärung am Mittwoch.

Während eines Interviews auf dem französischen Sender „France5“ hatte Macron die Türkei davor gewarnt, sich in den Wahlkampf zur Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr einzumischen.

„Wir finden die Äußerungen des französischen Präsidenten Macron, die er als Antwort auf die kalkulierten Fragen in der Sendung gemacht hat und die sich gegen die Freundschaft und Allianz zwischen unseren Ländern richten, inakzeptabel", kritisierte der türkische Außenamtssprecher Hami Aksoy in der schriftlichen Erklärung.

Aksoy merkte an, dass Macrons Behauptung, falsch und gefährlich für die im Land lebenden Bürger mit türkischen Wurzeln sei.

Die Türkei wünsche sich lediglich Wohlstand, Frieden und Harmonie für die türkische Gemeinschaft in Frankreich. Darüber hinaus erwarte Ankara, dass die Türkei nicht zum Wahlkampfthema in Frankreich gemacht wird.

Laut Aksoy wurden Macrons Interview-Fragen absichtlich vor dem EU-Gipfel vorbereitet und zielen darauf ab, die Türkei zu diskreditieren. Das sei jedoch zwecklos. Aksoy betonte, dass die Türkei weiterhin „auf dem europäischen Kontinent, in der Nato und in den transatlantischen Beziehungen“ aktiv sein und große Beiträge leisten werde.

TRT Deutsch