Der griechische Außenminister Nikos Dendias hat die Bereitschaft seines Landes zu einem Dialog mit der Türkei mitgeteilt. Den außenpolitischen Kurswechsel Griechenlands in Bezug auf das Nachbarland gab er am Dienstag vor dem Hintergrund geopolitischer Auseinandersetzungen im östlichen Mittelmeer bekannt.

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der spanischen Außenministerin Arancha Gonzales Laya, die zu Besuch war, äußerte sich Nikos Dendias: „Unser einziges Problem mit der Türkei ist die Festlegung des Festlandsockels und der Meereszonen.“

„Wir sind bereit für einen Dialog mit der Türkei ohne jegliche Gewalt oder Drohungen“, fügte er hinzu.

Mit Bezug auf ihren Besuch in Ankara am Montag sagte Laya, die Türkei sei ebenso für einen Dialog mit Athen bereit. „Dies muss in die Tat umgesetzt werden. Es reicht nicht zu sagen, dass Sie reden wollen“, betonte sie auf der Konferenz in Athen.

Laut der spanischen Diplomatin haben die Gespräche dazu beigetragen, die Spannungen zwischen einigen Mitgliedern der Europäischen Union und Ankara bezüglich der Exploration von Energieressourcen im Mittelmeerraum zu verringern.

Der Sprecher des türkischen Präsidenten, Ibrahim Kalın, sagte am Dienstag, die Türkei könnte die Energieexploration im östlichen Mittelmeerraum für eine Weile unterbrechen, bis Gespräche mit Griechenland stattfinden.

TRT Deutsch