Twitter möchte mit einer Eingabebestätigung gegen potenziell verletzende Inhalte vorgehen. (Quelle: Twitter) (Twitter)

Twitter startet demnächst erstmals offiziell eine Funktion gegen „potenziell schädliche oder beleidigende“ Nachrichten. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, wird zunächst für englischsprachige Nutzer eine Eingabebestätigung erscheinen, wenn diese im Begriff sind, einen Tweet abzusenden, in dem bestimmte Begriffe oder Wendungen vorkommen.

Die Social-Media-Plattform steht oft wegen missbräuchlichen Nutzerverhaltens in der Kritik und hat deshalb bereits im vergangenen Jahr damit angefangen, die Funktion zu testen. Die Tests hätten bislang gezeigt, dass Aufforderungen dieser Art die Häufigkeit beleidigender Antworten signifikant reduzierten.

Falls Twitter eine Beleidigung, einen Kraftausdruck oder Hassrede bemerkt, werden englischsprachige Twitter-Nutzer nun mit einem Popup in der mobilen Twitter-App aufgefordert, ihre Nachricht vor dem Abschicken zu überdenken.

Anschließend haben sie die Möglichkeit, den Beitrag zu bearbeiten, zu löschen – oder unverändert zu senden. Die Aufforderung ist demnach optional und Nutzer können sie auf Wunsch ignorieren, um scharfe Kritik oder gar Beschimpfungen weiterhin ungebremst schreiben zu können.

In einem Blog-Beitrag gab Twitter jedoch an, dass die Aufforderungen 34 Prozent der Nutzer dazu veranlasst hätten, ihre ursprünglichen Antworten zu überarbeiten oder sich gegen deren Senden zu entscheiden.

Die Nutzer verfassten im Durchschnitt elf Prozent weniger beleidigende Antworten, nachdem sie zum ersten Mal aufgefordert worden waren, einen geplanten Post zu überdenken, so Twitter. Es sei auch weniger wahrscheinlich, dass sie beleidigende und verletzende Antworten zurück erhielten.

TRT Deutsch