13.11.2021, Großbritannien, Glasgow: Alok Sharma (M), Präsident der COP26, spricht bei der UN-Klimakonferenz COP26. In Glasgow ringen rund 200 Staaten für zwei Wochen darum, wie das Ziel, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen, noch erreicht werden kann. (DPA)

Deutschland hat auf der UN-Klimakonferenz zehn Millionen Euro zusätzliche Unterstützung für arme Staaten zugesagt, die in der Klimakrise Schäden und Verluste erlitten haben. Gemeinsam mit weiteren europäischen Staaten werden insgesamt 35 Millionen US-Dollar mobilisiert, wie die deutsche Delegation in Glasgow am Samstag mitteilte. Dem neuesten Entwurf der Abschlusserklärung zufolge geht es dabei um technische Unterstützung“ unter dem Dach des sogenannten Santiago Netzwerks, etwa nach Wirbelstürmen, Dürren oder Überschwemmungen, und nicht um Ersatz für komplette Schäden.

Sharma wirbt für „ehrgeizigen und ausgewogenen“ Textentwurf

Auf der Weltklimakonferenz in Glasgow hat der britische Gipfel-Präsident eindringlich an die rund 200 Staaten appelliert, den neuen Entwurf für eine Abschlusserklärung zu beschließen. Der Text sei „ehrgeizig und ausgewogen“ und lasse kein Thema und kein Land zurück, sagte Alok Sharma am Samstag im Plenum. Eröffnet werde zudem die Chance, das Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 endlich vollständig in Kraft zu setzen. An die Delegierten, die allesamt „erfahrene Verhandler“ seien, richtete Sharma die Bitte, nun - nach fast 24 Stunden Verlängerung - den Konsens zu suchen. „Freunde, die Welt blickt auf uns. Und sie erwartet eine Einigung zum Wohl des Planeten und jetziger und zukünftiger Generationen.“ Er ergänzte: „Bitte fragen Sie sich nicht, was Sie noch fordern könnten. Bitte fragen Sie sich, ob das Paket nicht genug für uns alle bietet.“ Die Konferenz werde als Ganzes Erfolg haben oder als Ganzes scheitern, warnte er. Zunächst hatte Sharma das wohl entscheidende Plenum wegen erhitzter Diskussionen stundenlang verschoben. Ursprünglich hätte der Gipfel schon am Freitag zu Ende gehen sollen.

„Zeichen der Solidarität“

Den US-Sondergesandten fürs Klima, John Kerry, sah man am Samstag auf der Konferenz intensiv mit Vertretern anderer Staaten diskutieren. Mehrfach bildeten sich Pulks aus Dutzenden Delegierten, die aufgeregt miteinander im Gespräch waren. Die gemeinsame Zusage des Umwelt- und Enwicklungsministeriums solle ein „Zeichen der Solidarität“ in der entscheidenden Phase des Gipfels von 200 Staaten sein, der um einen Tag verlängert worden war, hieß es weiter. Der britische Präsident des Weltklimagipfels, Alok Sharma, hatte das wohl entscheidende Plenum wegen erhitzter Diskussionen erneut verschoben. Es sei notwendig, den Staaten „noch ein bisschen mehr Zeit zu geben“, sagte Sharma.

DPA