Das Logo des Biotechnologie-Unternehmens „Biontech“ ist an einer Stelle vor der Unternehmenszentrale angebracht.

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23.648 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist heute ein Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI am Freitagmorgen hervorgeht. Indes beantragten Biontech und Pfizer eine Notfallzulassung für den neuen Corona-Impfstoff.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,99 (Vortag: 0,95). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 879.564 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 20.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Freitag um 260 auf insgesamt 13.630.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,99 (Vortag: 0,95). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Hoffnung auf schnelle Impfstoff-Zulassung

Indes machen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen große Hoffnungen auf eine schnelle Zulassung eines Corona-Impfstoffes. Merkel rechnet schon im Dezember oder „sehr schnell nach der Jahreswende“ mit der Zulassung eines Corona-Impfstoffes in Europa, wie sie am Donnerstagabend nach Video-Beratungen der EU-Staats- und Regierungschefs sagte.

Von der Leyen sagte, dass die Impfstoffe der Firmen Biontec und Pfizer sowie von Moderna in der zweiten Dezemberhälfte eine bedingte Marktzulassung bekommen könnten – wenn alles problemlos weitergehe.

Das Mainzer Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten am Mittwoch verkündet, dass die Wirksamkeit ihres Impfstoffs bei 95 Prozent – und damit noch höher als bis dahin bekannt – liege. Der US-Konzern Moderna hatte zuletzt für sein Präparat eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent errechnet.

Biontech und Pfizer mit Notfallantrag – Spekulationen um Preis pro Dosis

Die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer haben bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff beantragt. Das teilten Biontech und Pfizer am Freitag mit. Die Bundesregierung hofft, dass bei einer positiven Entscheidung Millionen Dosen des Impfstoff schon vor Jahresende verfügbar sind.

Die Europäische Union könnte einem Insider zufolge für Hunderte Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Partner Pfizer und Biontech sowie von Curevac rund neun Milliarden Euro auf den Tisch legen. Die EU wolle im Fall einer behördlichen Zulassung 15,50 Euro je Dosis zahlen, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Für 200 Millionen Dosen, die sich die EU gesichert hat, betrage der Preis dann insgesamt 3,1 Milliarden Euro.

Sollten auch die weiteren optionalen 100 Millionen Dosen geliefert werden, würde sich die Summe insgesamt auf 4,65 Milliarden Euro belaufen. Dem Insider zufolge will die EU zudem der deutschen Biotechfirma Curevac zehn Euro je Dosis für anfänglich 225 Millionen Dosen zahlen. Die EU hat auf weitere 180 Millionen Curevac-Dosen eine Option, wobei unklar war, ob diese dann zu zehn oder zwölf Euro verkauft würden.

TRT Deutsch