Archivfoto – 17.07.2020, Berlin: Tino Chrupalla (l.), Bundesvorsitzender der AfD, kommt zur Sitzung des AfD-Bundesvorstands.

AfD-Co-Parteichef Tino Chrupalla hat den von US-Präsident Donald Trump angekündigten US-Truppenabzug aus Deutschland begrüßt. Der Abzug sei „die Umsetzung auch unseres Wahlprogramms, unseres Parteiprogramms”, sagte Chrupalla am Sonntag im Interview mit der ZDF-Sendung „Berlin Direkt”.

Im Parteiprogramm der rechtspopulistischen AfD wird der Abzug der alliierten Truppen aus Deutschland gefordert. Zudem möchte man keine atomaren US-Sprengköpfe im Land, dies mache seiner Meinung nach „Europa ein Stück weit friedlicher”.

Chupalla betonte, das dies „auch ein Signal an Russland” sei, für die AfD gehöre Russland zu Europa. „Wir brauchen hier eine aktive Friedenspolitik”, sagt er weiter. Dazu gehöre auch, die Sanktionen gegen Russland „endlich” zu beenden – auch aus wirtschaftlicher Sicht.

Im Interview äußerte der AfD-Mann ebenfalls lobende Worte für die sonstige Politik des US-Präsidenten Trump. Er habe außenpolitisch „gute Akzente gesetzt” und sei „der erste Präsident, unter dem Amerika in keinen Krieg gezogen ist”. Innenpolitisch habe er eine „Steuerreform durchgebracht, die die Mittelschicht und kleine Einkommen” entlaste.

Die US-Regierung hatte Ende Juli den Abzug von rund 12.000 Soldaten aus Deutschland angekündigt. Das Europa-Hauptquartier soll zudem von Stuttgart nach Belgien verlegt werden.

AFP