Symbolbild: Personal der griechischen Küstenwache im Einsatz. 

Dreizehn mutmaßliche Mitglieder der FETÖ-Terrororganisation haben sich an die griechischen Behörden gewandt und um Asyl gebeten. Sie flüchteten heimlich auf die Insel Rhodos, wie türkische Medien am Freitag berichteten.

Die griechische Küstenwache und Polizei wurden von Bewohnern der Insel benachrichtigt, nachdem sich ein verdächtiges Boot dem Strand entlang der Westküste der Insel am Mittwochabend näherte.

Die Behörden stellten fest, dass die mutmaßlichen FETÖ-Mitglieder, die mit einem Schnellboot aus der westtürkischen Provinz Izmir gekommen waren, sich als „Gülenisten“ vorstellten und um Asyl baten. Die griechischen Behörden wollen laut einem Medienbericht ihren Asylantrag prüfen.

Zudem berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag, dass weitere 13 mutmaßliche FETÖ-Mitglieder von der türkischen Küstenstadt Marmaris aus versucht haben sollen, mit einem Boot nach Griechenland überzusetzen.

Weitere sechs mutmaßliche FETÖ-Mitglieder, die auf die Insel Kreta geflohen waren, hatten am 10. Januar in Griechenland um Asyl gebeten.

Der türkische Sicherheitsrat bezeichnet FETÖ als eine der größten Bedrohungen für die nationale Sicherheit und geht daher entschlossen gegen ihre Strukturen vor. „Gülenisten“ hatten über Jahrzehnte hinweg staatliche Institutionen in der Türkei infiltriert, um die Kontrolle über den Staatsapparat zu bekommen. Der FETÖ-Anführer Fetullah Gülen wird als Drahtzieher für den vereitelten Putschversuch in der Nacht vom 15. auf den 16. Juli 2016 verantwortlich gemacht.

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TRT Deutsch