Mit Designs für den nächsten Herbst und Winter beginnt am heutigen Montag die Berliner Modewoche. Tausende Kunden, Journalisten und Fotografen werden in den
kommenden Tagen erwartet. Der große Laufsteg zieht diesmal in ein ehemaliges
Heizkraftwerk. Vier Designer aus Südafrika eröffnen dort die Schauen.

Angekündigt sind mehrere Promis. Die Schauspielerinnen Katie Holmes („Ocean's 8“,„Die Kennedys“), Alexandra Maria Lara und Jessica Schwarz sollen am Dienstag zur Show von Marc Cain kommen. Ebenso der Ex-Fußballer Bastian Schweinsteiger und seine Frau sowie die frühere Tennisspielerin Ana Ivanovic.

Bis Freitag gibt es zudem mehrere Messen. Dazu gehört die Neonyt, die sich auf Nachhaltigkeit konzentriert. Unternehmen, die dort ausstellen, müssen nach Angaben der Organisatoren verschiedene Kriterien erfüllen.

Sie müssen zum Beispiel darauf achten, unter welchen Arbeitsbedingungen die Kleidung hergestellt wird. Oder die Produzenten verwenden beispielsweise Bio-Baumwolle oder recycelte Fasern.

„Wir haben gerade viel Rückenwind“, sagte Kreativdirektorin Magdalena Schaffrin.
Umweltschutz sei gesellschaftlich ein großes Thema. Vor einem Jahrzehnt habe
die Messe mit 16 Ausstellern angefangen. Letzte Saison seien rund 170 Labels
dabei gewesen. Diesmal seien mehr als 210 Aussteller im stillgelegten Flughafen
Tempelhof. Organisiert wird die Neonyt von der Messe Frankfurt.

Für Schaffrin geht es auch grundsätzlich um die Frage, wie Menschen einkaufen: „Was
kaufe ich? Wo kaufe ich? Und vor allem auch: Wie viel kaufe ich?“ Kaufe man
auch mal Second Hand? Oder tausche Kleidung? Nach Meinung der Berliner
Senatswirtschaftsverwaltung würden „Green Fashion und Upcycling“ für den Modestandort Berlin an Bedeutung gewinnen.

Die Fashion Week findet zweimal im Jahr statt. Rund 70 000 Besucher werden zur Modewoche erwartet. Mit dabei sind etwa Designer Wolfgang Joop, die Modeschöpferinnen Marina Hoermanseder und Lena Hoschek sowie beispielsweise die Label Riani und Sportalm Kitzbühel. Bereits am Freitagabend wollte Harald Glööckler Neues zeigen.











DPA